Jeder elfte Schüler

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MV hat überdurchschnittlich viele Schulabbrecher

Im Jahr 2008 waren noch 15,8 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss geblieben.
Im Jahr 2008 waren noch 15,8 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss geblieben.
Armin Weigel/Symbolbild

Die Quote an Schulabbrechern in Mecklenburg-Vorpommern hat sich verringert. Doch sie liegt noch immer über dem Bundesdurchschnitt.

In Mecklenburg-Vorpommern verlässt immer noch jeder elfte Schüler die Schule ohne Abschluss. Wie Bildungsministerin Birgit Hesse (SPD) am Donnerstag mitteilte, lag die Quote der Mädchen und Jungen ohne Berufsreife 2017 bei 8,7 Prozent. Das war ein leichter Rückgang gegenüber dem Schuljahr 2015/16, als 9,2 Prozent der Jugendlichen ohne verwertbaren Abschluss geblieben waren. Bundesweit trifft das auf knapp 6 Prozent der Schüler zu.

Im zurückliegenden Jahrzehnt halbierte sich im Nordosten allerdings die Quote. Im Jahr 2008 waren noch 15,8 Prozent der Schulabgänger ohne Abschluss geblieben, 2014 und 2015 wurde mit 8,4 Prozent der bislang niedrigste Anteil an Schulabbrechern registriert. Als Gründe für die Entwicklung sieht Hesse das freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen, das Angebot 9+, bei dem an Regionalschulen die neunte Klasse wiederholt werden kann und das praxisorientierte Produktive Lernen.

Zahl der Abiturienten auch deutlich unter Bundesdurchschnitt

So hätten 91 Prozent der Teilnehmer am freiwillige 10. Schuljahr an Förderschulen ihre Abschluss geschafft. „Die Berufsreife ist die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start ins Arbeitsleben”, betonte Hesse. Wie die Ministerin weiter mitteilte, machten im Vorjahr 36 Prozent der Schüler Abitur. Das liegt weiterhin deutlich unter dem Bundesdurchschnitt.

Doch müsse nicht jeder Schüler aufs Gymnasium. „Mit der Berufsreife und Mittleren Reife ergeben sich genauso gute Perspektiven. In Mecklenburg-Vorpommern sind die Unternehmen auf Jugendliche angewiesen, die eine duale Ausbildung anstreben. Es gibt viele attraktive Lehrstellen”, sagte Hesse.