KITAS, GASTSTÄTTEN, URLAUBER

Welche Corona-Regeln in MV sich seit Montag geändert haben

Unter anderem Kinos, Freibäder und Fitnessstudios dürfen öffnen, MV empfängt zudem Urlauber aus anderen Bundesländern – auch bei den Kitas und Gaststätten haben sich die Corona-Regeln geändert.
Seit dem 25. Mai stehen die Krippen und Kindergärten Mecklenburg-Vorpommern wieder für alle Kinder offen.
Seit dem 25. Mai stehen die Krippen und Kindergärten Mecklenburg-Vorpommern wieder für alle Kinder offen. Jens Büttner
Weit Montag dürfen Gäste aus anderen Bundesländern wieder nach MV reisen – wenn auch weiterhin keine Tage
Weit Montag dürfen Gäste aus anderen Bundesländern wieder nach MV reisen – wenn auch weiterhin keine Tagestouristen erlaubt sind. Jens Büttner
Die Gaststätten in Mecklenburg-Vorpommern dürfen länger öffnen.
Die Gaststätten in Mecklenburg-Vorpommern dürfen länger öffnen. Jens Büttner
Schwerin.

Die Hotels, Pensionen und Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern dürfen von Montag an wieder Gäste aus anderen Bundesländern empfangen. Nach dem Shutdown Mitte März konnte die Tourismusbranche bereits vergangene Woche Gäste aus dem eigenen Land begrüßen.

Der Geschäftsführer des Landestourismusverbands, Tobias Woitendorf, ging davon aus, dass über Pfingsten rund 90 Prozent der Betriebe geöffnet haben werden und dann vermutlich gut belegt sind. Tagestouristen dürfen aber weiter nicht ins Land reisen.

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Begrenzung der Bettenbelegung kritisiert

Für die Hälfte der Betriebe kommt laut einer Verbandsumfrage die Öffnung nach der langen Schließzeit gerade noch rechtzeitig. Die Lage sei sehr ernst, erklärte Woitendorf. Einer der am häufigsten geäußerten Kritikpunkte an der jetzigen Regel ist die Begrenzung der Bettenbelegung in Hotels oder Campingplätzen auf 60 Prozent der Kapazität – einer der Versuche der Landesregierung, die Kontrolle über das Infektionsgeschehen zu behalten. Es sei zu befürchten, dass Mecklenburg-Vorpommern Gäste verliere, da andere Länder bis auf Niedersachsen und Hamburg keine Begrenzung hätten, sagte Woitendorf.

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Hintergrund der Lockerung ist die Tatsache, dass Mecklenburg-Vorpommern die mit Abstand geringste Ansteckungsquote mit dem Coronavirus vorweisen kann. Sie liegt in Bayern mehr als sieben Mal höher als im Nordosten. So wurde seit vier Tagen in MV kein neuer Infektionsfall mehr gemeldet.

Der Leiter der Abteilung für Tropenmedizin und Infektiologie der Unimedizin Rostock, Emil Reisinger, zeigte sich sicher, dass es mit der Öffnung der Grenzen zu weiteren Neuinfektionen in Mecklenburg-Vorpommern kommen wird. Es seien aber dank der Schutzmaßnahmen sowie Abstands- und Hygiene-Regelungen genügend Vorkehrungen getroffen worden, dass diese schnell aufgedeckt und nachverfolgt werden könnten.

 

Kitas in MV wieder für alle Kinder geöffnet

Die Kitas in Mecklenburg-Vorpommern öffnen von diesem Montag an wieder für alle Kinder. Dabei sollen Mädchen und Jungen mit einem Ganztagsplatz mindestens sechs Stunden täglich betreut werden. Normalerweise umfasst ein Ganztagsplatz zehn Betreuungsstunden. Beobachter erwarten, dass nicht gleich alle Kinder von den Eltern gebracht werden. Als am vergangenen Montag die 13.600 Vorschulkinder zum ersten Mal wieder kommen durften, registrierten die zuständigen Behörden am ersten Tag eine Auslastung von lediglich 58 Prozent, wie es aus dem Sozialministerium hieß.

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Als erste durften vor zwei Wochen die Tageseltern wieder normal mit der Betreuung starten. Corona-Infektionen sind aus diesem Bereich seither noch nicht gemeldet worden. Kritiker bemängeln, dass in den Kitas mit normalen Gruppengrößen gearbeitet werde und Abstände damit nicht eingehalten werden könnten. Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) lässt die schrittweise Kita-Öffnung von einem Expertenrat begleiten. Zu ihm gehören unter anderem Vertreter der Jugendämter und kommunalen Spitzenverbände sowie Wissenschaftler, Gesundheitsbehörden und Träger von Kindergärten.

Gaststätten und Familienfeiern

Auch bei den Gaststätten und Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Änderungen. Nach wochenlanger zwangsweiser Schließung durften sie bereits seit dem 9. Mai wieder Gäste empfangen, allerdings nur bis 21 Uhr. Ab dem 25. Mai dürften die Betriebe nunmehr bis 23 Uhr Gäste bewirten.

Laut Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) soll so der Betrieb in den Restaurants entzerrt werden. Die Mindestabstände und Hygienevorgaben müssten weiterhin strikt eingehalten werden. Außerdem sind Familienfeiern ab dem 25. Mai mit maximal 30 Personen erlaubt. Dies sei ausdrücklich auch in den Gaststätten und Restaurants möglich. Entscheidend sei dabei laut Glawe allerdings, dass dort separate Räume gemietet werden können, die nicht zum Gastraum gehören.

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Als Gäste dürfen auch Freunde außerhalb der Kernfamilie zu den Familienfeiern eingeladen werden. Es müssen Liste mit Namen der Teilnehmer geführt und vier Wochen aufbewahrt werden.

Reha-Kliniken und Fitnessstudios wieder auf

Die landesweit 60 Vorsorge-, Reha- und Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen dürfen von Montag an wieder Patienten aufnehmen. Als Dienstleister mit Versorgungsauftrag können und müssen die Kliniken arbeiten, wie die Geschäftsführerin des Landesbäderverbands, Annette Rösler, sagte. Seit dem Lockdown im März waren nur Anschlussheilbehandlungen erlaubt.

Als fair bewertete Rösler die Regelung zur Vorlage eines Negativtests, wenn der Patient aus einem Gebiet kommt, in dem mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen vorliegen.

Auch für Sporthallen und Fitnessstudios ist der Montag der Tag der Wiedereröffnung. Das gilt ebenso für Freibäder sowie Tanz- und Yogastudios. In Fitnessstudios werde laut Landesregierung aber der Zutritt beschränkt. Pro zehn Quadratmeter Fläche dürfe nur eine Person in dem Studio trainieren. Es müsse ein Abstand von mindestens zwei Metern eingehalten werden. Mitarbeiter der Studios müssen einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz tragen. Duschen, Umkleiden und Gemeinschaftsräume bleiben demnach vorerst weiterhin geschlossen.

Kinos dürfen wieder öffnen

In den Plüschsessel sinken, Popcorn futtern und auf der Großleinwand einen schönen Film schauen – Kinofans müssen seit Mitte März auf dieses Vergnügen verzichten. An diesem Montag kann es nun wieder losgehen, zumindest von Seiten der Behörden. Die Kinos dürfen öffnen, aber die wenigsten tun es gleich am ersten Tag.

Zu den Pionieren gehören die beiden MovieStar-Kinos in Parchim und Güstrow. Die Corona-Bedingungen sind hart: Das MovieStar in Güstrow kann aufgrund der Abstandsregeln nur ein Drittel seiner Plätze besetzen, sagt Geschäftsführer Sylvio Verfürth. „Doch es geht jetzt nicht darum, dass es sich lohnt, sondern dass man zeigt, das man für die Kunden da ist.” Er startet am Montag mit drei Filmen: den „Känguru-Chroniken” sowie den Kinderfilmen „Trolls World Tour” und „Onward: Keine halben Sachen”.

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CineStar und Programmkinos

Die bundesweite CineStar-Kette mit sieben Filmtheatern allein in Mecklenburg-Vorpommern geht es hingegen langsam an. „Wir werden ab dem 4. Juni beziehungsweise 6. Juni zunächst eine Wiedereröffnungstestphase mit unseren Standorten Stadthalle in Lübeck (4.6.) sowie Karlsruhe (6.6.) und Konstanz (6.6.) starten”, sagt CineStar-Geschäftsführer Oliver Fock.

Wegen der Corona-Krise haben große Verleiher ihre Filmpremieren in den Spätsommer und Herbst geschoben, berichten mehrere Kinobetreiber. Deshalb startet der Filmpalast Capitol in Schwerin am Donnerstag (28. Mai) unter anderem mit den Känguru-Chroniken, die im März noch kurz vor der Schließung der Filmtheater Premiere hatten.

Die vier Programmkinos im Land in Rostock, Boizenburg, Ludwigslust und Neustrelitz peilen nach Worten von Jens-Hagen Schwadt vom Verband Filmkommunikation MV den 4. Juni für die Wiedereröffnung an.

Im Latücht in Neubrandenburg setzt Holm-Henning Freier erst einmal weiter aufs Autokino. Dort seien 30 Autos mit bis zu vier Insassen zugelassen, sagt er. 120 Zuschauer – das seien mehr, als unter Corona-Bedingungen im Haus möglich wäre. In einigen Wochen folge traditionell das Open-Air-Kino und anschließend die Sommerpause im Latücht.

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Kommentare (7)

Es erhöhen sich die Lebenshaltungskosten wegen den Corona-Einschränkungen. Die Verluste in der Wirtschaft werden mit höheren Kundenendpreisen aufgefangen werden, die 60 Prozent-Belegung ist ein wirtschaftlicher Witz der Politik. Zudem hat in der Corona-Zeit die Bundesregierung die CO2-Abgabe auf Benzin und Diesel erhöht. Das nennt man eine versteckte Steuererhöhung. Die Kollateralschäden der Bundes-, Länder-, Kreis- und Kommunenhaushalte durch die staatlichen Hysteriemaßnahmen tragen die Steuerzahler.

Viele viele Privatpersonen sparen einen Haufen Geld, weil sie nicht morgens eine Stunde zur Arbeit hinjuckeln und Abends zurück juckeln müssen... Benzin und Diesel sind so billig wie die letzten 20 Jahre nicht... Die Lebenshaltungskosten sind mindestens auf dem gleichen Level, wie vor Corona (wenn nicht sogar geringer)... aber es wird gejammert.... Die Einschränkungen werden immer weiter zurück gefahren... aber die Leute jammern. "oh gott oh gott... ich muss beim Einkaufen einen Mund Nasenschutz tragen"...Anstatt sich zu freuen, dass Deutschland vergleichsweise glimpflich durch die Krise kommt, immer nur jammern... jammern... jammern... Seid ihr wirklich solche Heulsusen, oder brauht ihr nur Aufmerksamkeit?

Sie haben ja soooo recht mit den Einsparungen in Lebenshaltungskosten und beim Weg zur Arbeit.
Nur das so wie Sie nur ein Langzeitarbeitsloser denken kann. Die Leute sparen Geld, eben weil sie auf Kurzarbeit sind und dadurch auch nur noch ein Teil ihres regulären Einkommens haben. So kann man nur denken, wenn man selbst keiner geregelten Arbeit nachgeht. Und falls es Ihnen noch nicht aufgefallen ist, Ja, Lebensmittel haben sich auch beim Discounter verteuert.
Wenn man seine Lebensmittel nur bei der Tafel bezieht und immer noch 1-2 € bezahlt, fällt einem das natürlich nicht auf. Leben Sie mal weiter in Ihrer Traumblase. Vielleicht schließen Sie sich ja mit Pommesschaedel zusammen und bejubeln die heutige Zeit bei einem Bierchen vorm Discounter.

arbeite auch zu Corona Zeiten 40h... nur halt im homeoffice und wenn Sie mit Ihrem Job unzufrieden sind, hätten Sie mal besser in der Schule aufgepasst. Wenn Sie ihr Leben schon vor der Krise nicht auf die Reihe gekriegt haben, sehen Sie jetzt natürlich noch älter aus... Aber HAuptsache Jammern... verdammte Weicheier... kaum sind Sie mal gefordert, kullern die Tränen. Ich weiß ja nicht in welchen Märkten Sie einkaufen, aber neben der "normalen" Preissteigerungen kam da kaum eine Erhöhung (Da ich selbst in der Lebensmittelbranche arbeite, kenne ich die Preise zufällig sehr genau für unser Portfolio).

Ihr fehlendes Fachwissen bei Kraftstoffkosten nehme ich Ihnen nicht übel. Der Kraftstoffpreis steigt derzeit wieder, weil weniger gefördert wird. Der Ölkrieg der erdölfördenden Staaten untereinander ist beendet. Der größte Anteil beim Kraftstoffpreis sind Steuern und CO2-Preis.

und die bekommen sie nur in ihren Filterblasen! Konstruktives finden Sie hier kaum. Im Übrigen: die Erhöhung der CO2-Abgabe wurde schon lange vor Corona beschlossen. Ist auch richtig so, nur die mit den dicken SUVs jammern!

und die Systemlemminge sind glücklich - was kann es schöneres im Leben geben als von einer pol. Minderheit bevormundet zu werden Steuern zu zahlen, GR Rettung, EU Haftung, Niedriglohn, Harz4, bis 70 arbeiten um danach kompostiert, CO2 neutral entsorgt zu werden -.fuck your System - stellt euch vor ihr habt als Steuern nur die Mwst. - das Leben kann so schön sein - mein aktueller Spritpreis zZ 17Ct - der Staat schafft es ja nicht einmal seine Bevölkerung mit günstigem Strom zu versorgen, aber dicke für ne systemrelevante Energiewende/Steuer werben - nur politischer Selbstzweck damit der Kanzler und seine Minister nicht ihre Arbeit verlieren - das ist Politik - Machterhalt