Das riesige, knapp 10.000 Passagiere fassende Schiff ist für den chinesischen Markt konzipiert.
Das riesige, knapp 10.000 Passagiere fassende Schiff ist für den chinesischen Markt konzipiert. Jens Büttner
MV Werften

Wer will ein fast fertiges Kreuzfahrtschiff kaufen?

Das Kreuzfahrtschiff „Global Dream” bietet knapp 10.000 Passagieren Platz und ist zu 75 Prozent fertig. Für den Weiterbau wären 600 Millionen Euro nötig.
dpa
Wismar

Im Ringen um eine Zukunft für die insolvente MV Werften bleibt der bisherige Eigner Genting Hongkong trotz seiner Finanzproblemen wichtiger Verhandlungspartner. „Wir haben in guter, konstruktiver Atmosphäre ein erstes Gespräch geführt und werden nach Lösungen für die Finanzierung suchen”, teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Christoph Morgen am Freitag mit, ohne nähere Einzelheiten zu nennen. Weitere Gespräche seien geplant.

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Als Auftraggeber für das in Wismar gebaute Kreuzfahrtschiff „Global Dream” kommt der malaysisch-chinesische Konzern weiterhin als Abnehmer in Frage. Das riesige, knapp 10.000 Passagiere fassende Schiff ist für den chinesischen Markt konzipiert. Es ist zu etwa 75 Prozent fertiggestellt. Allerdings fehlen für den Weiterbau, der über Monate Beschäftigung sichern würde, noch rund 600 Millionen Euro.

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Der Bund hatte sich bereiterklärt, das Geld aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds vorzuschießen, verlangte aber von Genting 60 Millionen Euro als Eigenanteil. Da der Mutterkonzern diese Summe nicht bereitstellte, platzte das Hilfspaket, und die Werften mit ihren 1900 Beschäftigten mussten zu Wochenbeginn Insolvenz anmelden.

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