Manuela Schwesig und Harry Glawe (Archiv)
Manuela Schwesig und Harry Glawe (Archiv) Jens Büttner
Ex-Minister fordert

Werftenrettung muss Chefsache von Schwesig und Scholz sein

Jahrelang war Harry Glawe intensiv mit den MV Werften befasst – jetzt hat er eine klare Botschaft an Manuela Schwesig und Olaf Scholz.
Schwerin

Unmittelbar vor der am Mittwoch mit Spannung erwarteten Sitzung des Finanzausschusses im Landtag Mecklenburg-Vorpommerns hat sich Ex-Wirtschaftsminister Harry Glawe zu Wort gemeldet. Der CDU-Politiker forderte hinsichtlich der sich in Existenznot befindlichen MV Werften, dass Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Bundeskanzler Olaf Scholz die Rettungsmission zur Chefsache machen müssten.

Schwesig und Scholz müssten jetzt auf Augenhöhe mit Genting Hongkong, dem Mutterkonzern der MV Werften verhandeln, „um den Verhandlungsknoten zu entwirren“, sagte Glawe im Gespräch mit dem Nordkurier. „Wenn Frau Schwesig immer ihren kurzen Draht zur Bundesregierung betont, muss sie ihn jetzt auch nutzen“, machte Glawe klar.

„Unverschämtheit”: Kein Wort von Claudia Müller

Es sei im Übrigen eine Unverschämtheit, dass in dieser dramatischen Situation nichts zu hören und zu sehen sei von Claudia Müller, ergänzte der CDU-Politiker. Die grüne Bundestagsabgeordnete aus MV soll Maritime Koordinatorin der Bundesregierung werden. Glawe forderte, dass jetzt alle Beteiligten an einen Tisch gehörten, um bis zu 20.000 Jobs auf den Werften und in der Zuliefererindustrie zu retten.

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