Sturm und Regen, aber auch viel Sonne – der Deutsche Wetterdienst hat eine erste Bilanz der Wetterdaten gezogen.
Sturm und Regen, aber auch viel Sonne – der Deutsche Wetterdienst hat eine erste Bilanz der Wetterdaten gezogen. Jens Büttner
Sturm und Regen

Wetterbilanz im Nordosten – Extreme und Küstensonne

Die Ostseeküste in MV bleibt Deutschlands sonnenreichste Region. Andere Extreme machen den Wetter-Forschern eher Sorgen.
dpa
Schwerin

Das Wetterjahr 2021 in Mecklenburg-Vorpommern hatte einige Extreme zu bieten: „Der April war der kälteste seit 1986 und der Juni der viertwärmste seit Messbeginn“, hieß es vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner Messstationen. Und die Sonne schien sehr häufig.

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Zu viel Regen und jede Menge Sturm

Anders als etwa Nordrhein-Westfalen blieb das Bundesland von schweren Flutkatastrophen verschont, aber im Herbst gab es sehr viel Regen. Mit Orkanböen und dem Sturmtief „Peter“ kam den Angaben des DWD zufolge nicht nur Wind, sondern an der pommerschen Küste auch viel Wasser von oben. Auf Usedom waren es demnach Anfang November an einem Tag 64,5 Liter pro Quadratmeter.

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Die Meteorologen registrierten an den hiesigen Küsten auch besonders viel Sonnenschein: Die Ostseeregion gehörte mit 1800 Sonnenstunden sogar deutschlandweit zu den Spitzenreitern.

1,2 Grad über dem Schnitt

Pünktlich zu den Weihnachtsfeiertagen fielen die Temperaturen dem DWD zufolge schließlich unter die Marke von minus 15 Grad. Diese Tieftemperatur zum Jahresende täuscht jedoch: Der Wetterdienst wies für das zu Ende gehende Jahr mit 9,4 Grad eine Durchschnittstemperatur aus, die 1,2 Grad über dem Durchschnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990 liegt.

Deutschlandweit war es demnach das elfte zu warme Jahr in Folge. Mit Blick auf die Flutkatastrophe warnte der DWD explizit vor dem Folgen des Klimawandels. „Wetterextreme können jeden von uns treffen“, hieß es.

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