Mit "Hallo Mama" oder "Hallo Papa" beginnt eine Betrugsmasche per WhatsApp, die aktuell im Nordosten massenhaft versucht wird. Die Polizei schätzt, dass allein bis Anfang April 170.000 Euro erbeutet wurden. NK-Grafik
Hallo Mama

Whatsapp-Betrüger zocken 68-Jährige in Vorpommern ab

Erneut haben Betrüger sich als Sohn bei einer Whatsapp-Nutzerin ausgegeben. Leider fiel sie auf den Trick rein und schickte über 2000 Euro an die Unbekannten.
Stralsund

Am Wochenende ist es laut der Polizei Betrügern erneut geglückt, eine Frau per Whatsapp um viel Geld zu bringen. Die Betrüger schrieben die 68-jährige Stralsunderin über den Messengerdienst mit „Hallo Mama” an und teilten mit, dass sei die neue Nummer und die alte könne gelöscht werden, schildert eine Polizeisprecherin am Montag den aktuellen Betrug

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Die Getäuschte sei davon ausgegangen, dass ihr Sohn sie kontaktierte und schrieb etwas mit ihm hin und her. Kurze Zeit später kam jedoch die Bitte, dass die „Mama” doch bitte eine Überweisung für ihn vornehmen möge, da er durch das kaputte Handy nicht in der Lage sei, Onlinebanking durchzuführen.

Die 68-Jährige überwies den gewünschten Betrag in Höhe von über 2400 Euro. Sie bat den angeblichen Sohn mehrfach sie anzurufen, da er selbst auf Anrufe nicht reagierte.

Als eine weitere Bitte nach einer zweiten Überweisung wieder per Whatsapp kam, wurde die Frau skeptisch und kontaktierte schließlich ihre Schwiegertochter. Diese bestätigte, dass ihr Mann keine neue Nummer und auch keine Probleme mit Onlinebanking hatte.

Die Polizei gibt folgende Tipps für Menschen, die von diesen Whatsapp-Betrügern angeschrieben werden: Während des Chats machte der Betrüger verschiedene grammatikalische Fehler und nutzte die Anrede „Sie”. Beides sind gute Anhaltspunkte, um einen Betrug zu vermuten.

„Sofern Sie jemand, den Sie kennen, um Geld bittet, bestehen Sie immer erst auf persönlichen Kontakt, bevor Sie dieser Bitte nachkommen”, so Polizeisprecherin Nicole Buchfink aus Neubrandenburg.

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