Nach Vulkanausbruch

Wie eine Sonnenfinsternis - Schwefelwolke verdunkelt Himmel im Nordosten

Ungewöhnlich früh dunkel wurde es im Nordosten am Samstagnachmittag. Grund dafür ist eine Schwefelwolke, die gerade über Deutschland zieht.
Kein Durchkommen für die Sonne. Die Schwefelwolke färbt den Himmel in ein trübes Grau.
Kein Durchkommen für die Sonne. Die Schwefelwolke färbt den Himmel in ein trübes Grau. Susanne Böhm
Carwitz

Grau, trüb und matter als sonst – so lässt sich das Wetter am Samstagvormittag in MV und im restlichen Nordosten beschreiben. Grund für die ungewöhnliche Dunkelheit so früh am Tag ist eine Schwefelwolke, die über Deutschland zieht. Dank eines Vulkanausbruchs auf den Kanaren ist die Schwefelwolke in die Atmosphäre gelangt.

In Neubrandenburg und Carwitz war die Sonne seit dem frühen Nachmittag nicht mehr zu sehen. Stattdessen bedeckt eine große schwarz-graue Decke den gesamten Himmel. „Wie eine Sonnenfinsternis”, schildert eine Beobachterin den Himmel über Carwitz.

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Der Vulkan schleudert Diplom-Meteorologe Dominik Jung zufolge täglich zwischen 8.000 und 11.000 Tonnen Schwefeldioxid in die Atmosphäre. Diese Wolke ziehe seit Donnerstag nach Norden und erreichte am Samstag Deutschland. „Wir haben hier zwar schönes Altweibersommerwetter, aber dazu gibt es eben auch eine Luftströmung aus Südwesteuropa und genau die führt diese Schwefelwolke zu uns ins Land“, erklärt der Diplom-Meteorologe.

Deshalb ist der Himmel so trübe und manche meinen sogar, dass die Luft leicht gelblich schimmere. Eine Gefahr für die Gesundheit der Menschen sieht Dominik Jung aber nicht. „Der Schwefel ist in großer Höhe unterwegs, rund 5 km über unseren Köpfen. Davon atmen wir nichts ein. Daher besteht für uns keine Gefahr”, beruhigt Jung. Auch der Flugverkehr sei nicht gefährdet, er werde nicht wie bei der großen Aschewolke durch einen Vulkanausbruch auf Island zum Erliegen kommen.

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Kommentare (3)

Also hier ist zwar grauer Himmel, der aber wird auf dem Wetterradar auch als Wolken angezeigt. In den Lücken war der Himmel blau wie immer. Also dass die Menge Schwefeloxid, verteilt auf die Fläche von Mitteleuropa so dichte Bewölkung ergibt? Da halte ich mir die Taschen zu…
Selbst auf La Palma, also direkt an der Quelle, zeigen die Bilder trotz heute weit erhöhter Aktivität des Ausbruchs viel blauen Himmel.
Übernimmt der NK wirklich jede noch so obskure Agenturmeldung, egal wie unlogisch, ja gar schwachsinnig sie ist.
Journalisten, die den Namen verdienen, gibt es wohl nicht mehr?

Tja wenn nachmittags "eine Beobachterin" den Himmel über Carwitz so schildert, abseits ihres beiderseitigen "wissenschaftlichen" Schlagabtausches...dann war dat wohl so, nich oder
a)Die übliche Mecklenburgisch-Vorpommeranische Kaffeesause war noch nicht gestartet - heißt also erst der Korn, dann geht nämlich erstmal die Sonne auf und dann erst der Rest...vorrausgesetzt, dass man:innen den Tortenheber noch unter das Backgut führen kann....
b)Phillip Amthor lässt dunkle CDU Wolken aus Vorpommern herunterschicken und gibt noch nicht auf :-)
c)"eine" Schwefelwolke hat das über Deutschland "liegende" CO2 Feld besucht, damit die Grünangehauchten Katastrophenfetischisten auch nicht vergessen, sich heuer richtig in den Wahlkabinchen zu entscheiden.
d)Vielleicht ist immer alles Gans anders, sacht sich die Ente

e) Wahlbeeinflussung ? ? ?, Verdunklungsgefahr ? ? ?, also unbedingt zur Reduzierung des Risikos von was auch immer eigene Stifte mitbringen mit Erleuchtung dran, falls die Wolke dann immer noch da ist...