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Wie Schüler besseres Essen auf die Teller bekommen

Je mehr Aufmerksamkeit Lehrer und Schüler dem wichtigen Thema Essen widmen, desto mehr schmeckt es. Allerdings können auch Umbauten nicht schaden.

Wer will was essen? Eltern, Schüler und Lehrer können gemeinsam die Verpflegung besser machen.
Alexander Körner Wer will was essen? Eltern, Schüler und Lehrer können gemeinsam die Verpflegung besser machen.

Guten Appetit im Physikraum? Für einige Schülerinnen und Schüler im Land ist das Alltag. Bauliche Unzulänglichkeiten stehen auf der Mängelliste in der Essenversorgung obenan. Das hat die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen mit einer Kleinen Anfrage an das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz ermittelt. Demnach gab es im Jahr 2013 landesweit bei rund 56 Prozent aller Kontrollen in Küchen und Kantinen Beanstandungen, in fast 30 Prozent ging es um bauliche Defizite.

Mal fehlt einfach nur ein Geschirrspüler, mal ist die gesamte Essenausgabe schlichtweg mangelhaft, wie Meike Halbrügge von der Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung in Schwerin sagt. So wie im Beispiel der Schule, die einen ehemaligen Physik-Vorbereitungsraum zur Essenausgabe umfunktioniert hat. „Ein Mauerdurchbruch zum Klassenzimmer, fertig war der Essensraum“, schildert sie.

Fürs leckere Essen sind nicht nur die Caterer da

Erklärtes Ziel der Vernetzungsstelle ist eine bessere Verpflegung von Kindern und Jugendlichen. Dass es schmeckt, ist nicht allein Sache der Caterer, verdeutlicht Meike Halbrügge. Für das Drumherum beim Essen, den baulichen Zustand und notwendige Modernisierungen, ist in den meisten Fällen der Schulträger zuständig.

„Natürlich ist mir bewusst, dass Lehrer und Schulleitungen viel zu tun haben“, sagt Meike Halbrügge. Hinzu kommt, dass auf dem Lande allzu oft kaum Wahlmöglichkeiten beim Essenanbieter bestehen.

Schüler beim Essen mitbestimmen lassen

Einer Umfrage zufolge, die Ende 2014 auf dem Bundeskongress Schulverpflegung präsentiert wurde, weiß rund die Hälfte der Schulleitungen in Mecklenburg-Vorpommern, welche Empfehlungen die Deutsche Gesellschaft für Ernährung für die Essenversorgung erarbeitet hat. Meike Halbrügge ermuntert Eltern, Schüler und Lehrer, sich damit zu beschäftigen. Gerade in höheren Klassenstufen lassen sich auf diese Weise Erfolge herbeiführen.

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