Bei den Corona-Protesten in den vergangenen Wochen waren vereinzelt Polizei und demo-Teilnehmer aneinander geraten.
Bei den Corona-Protesten in den vergangenen Wochen waren vereinzelt Polizei und demo-Teilnehmer aneinander geraten. Bernd Wüstneck
Am Montag

Wieder Corona-Proteste im ganzen Land

Am Montagabend werden wieder Tausende Menschen in MV gegen die derzeitige Eindämmung des Corona-Virus demonstrieren. Die Behörden rechnen auch mit unangekündigten Aufzügen.
Neubrandenburg

Die Corona-Proteste im Nordosten haben seit dem Jahreswechsel deutlich zugenommen. Rund 15 000 Menschen seien am vergangenen Montag auf der Straße gewesen, so die offiziellen Schätzungen. Die Veranstalter sprechen teilweise von deutlich höheren Zahlen. Auch für diese Woche wurden wieder Proteste in vielen Städten angemeldet, darunter Rostock, Neubrandenburg und Greifswald, aber auch kleiner Städte wie Neustrelitz, Waren, Anklam, Torgelow, Teterow und Malchow. In einigen Städten ist wiederum mit Gegen-Protesten zu rechnen.

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Behörden rechnen mit weiteren Veranstaltungen

Demo-Organisatoren in einigen anderen Städten des Landes, zum Beispiel in Wolgast, Demmin und Malchin, hatten ihre Veranstaltungen zuletzt auf andere Wochentage gelegt. Behörden warnten am Montag vor möglichen Verkehrseinschränkungen durch Mahnwachen, Demonstrationen und Kundgebungen.

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Spontane „Spaziergänge”

Der Kreis Vorpommern-Greifswald verzichtete dabei direkt auf eine Nennung der angemeldeten Orte und erklärte, man rechne ohnehin mit weiteren unangemeldeten Veranstaltungen. „Neben ordnungsgemäß bei der Versammlungsbehörde angemeldeten Veranstaltungen ist es erfahrungsgemäß wahrscheinlich, dass es auch wieder nicht angemeldete, spontane Versammlungen geben wird”, so Pressesprecher Achim Froitzheim. Man appelliere an Teilnehmer, „Rücksicht walten zu lassen und den Anweisungen der Ordnungskräfte Folge zu leisten”, hieß es weiter. In den vergangenen Wochen war es vereinzelt zu Auseinandersetzungen zwischen demo-Teilnehmern und Polizei gekommen, so etwa in Rostock und Anklam. In Rostock rief die Polizei per Video dazu auf, dass sich Demonstranten von radikalen Personen und Gruppen distanzieren.

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