Seit Monaten finden in zahlreichen Städten von MV Demonstrationen gegen die Corona-Politik statt. Hier ein Bild aus Rosto
Seit Monaten finden in zahlreichen Städten von MV Demonstrationen gegen die Corona-Politik statt. Hier ein Bild aus Rostock. Bernd Wüstneck
Proteste

Wieder etliche Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen erwartet

Seit Monaten protestieren montags Menschen gegen Beschränkungen in der Corona-Pandemie. Diese gehen in MV vielen deutlich zu weit. Zuletzt gab es auch Ausschreitungen.
dpa
Neubrandenburg

 

In Mecklenburg-Vorpommern werden am Montag wieder etliche Demonstrationen und Kundgebungen gegen staatliche Corona-Maßnahmen und eine mögliche Impfpflicht erwartet. Angemeldet sind Versammlungen nach Angaben der Behörden unter anderem in Schwerin, Greifswald, Neubrandenburg, Wismar, Waren und auch in Rostock.

11.000 Demonstranten in der letzten Woche

Wie bisher wird auch mit weiteren Aktionen in anderen Städten gerechnet. In Rostock und Greifswald sind auch Gegenaktionen von Befürwortern der Corona-Maßnahmen geplant. Vor einer Woche hatten sich laut Polizei rund 11 000 Menschen in mehr als 25 Städten an meist friedlichen Protesten gegen Corona-Beschränkungen beteiligt.

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In Rostock und Grimmen gab es zuletzt aber gewalttätige Angriffe auf Polizisten, so dass eine Demonstration in Rostock aufgelöst wurde. Es wird gegen mehrere Tatverdächtige ermittelt, darunter Personen aus der gewaltbereiten Fußballszene. Es geht um den Verdacht des Landfriedensbruchs, der gefährlichen Körperverletzung, des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und des Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nach Einschätzung der SPD-nahen Plattform Endstation Rechts waren in Rostock auch einige Rechtsextremisten unter den Demonstranten.

Hintergrund der friedlichen Proteste sind unter anderem seit fast zwei Monaten andauernde Einschränkungen, die im Nordosten besonders Gastronomie und Handel treffen. Auch Kinos, Schwimmbäder, Theater und anderen Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, obwohl die MV-Wochen-Inzidenz der Corona-Infektionen deutlich unter Werten anderer Städte wie Berlin liegen, wo solche Einrichtungen geöffnet sind.

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