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Wieder Hunderte Flüchtlinge über MV nach Schweden gereist

Ein Frau aus Syrien wartet mit ihrem Kind auf die Weiterfahrt nach Schweden.
Ein Frau aus Syrien wartet mit ihrem Kind auf die Weiterfahrt nach Schweden.
Jens Büttner

Einem Polizeisprecher zufolge sind Sonntagmittag bereits über 800 Menschen in die Fähren gestiegen. Derweil sollen in Mecklenburg-Vorpommern ab Montag zusätzliche Ärzte die ankommenden Flüchtlinge untersuchen.

Noch im Laufe des Sonntags werden von der Polizei 600 weitere Flüchtlinge erwartet. Helfer stehen bereit, um sie zum Hafen oder zu Unterkünften zu geleiten. Angesichts der Lage richtet die Stadt Rostock die Hansemesse als Auffanglager ein. Schon am Sonntagnachmittag sollte damit begonnen werden, bis zu 600 Notbetten aufzustellen.

Unterdessen berichtete der NDR, das Kreuzfahrtterminal in Rostock-Warnemünde könne als weitere Erstaufnahme für Flüchtlinge eingerichtet werden. Wenn es keine Komplikationen gebe, könne dort die Erfassung, die Untersuchung, die Unterbringung und Verteilung gewährleistet werden, sagte Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Sonntag. Zusätzlich sollen den Angaben zufolge eine Sporthalle im Stadtteil Marienehe und ein leerstehendes Polizeigebäude in Rostocks Innenstadt als Notunterkünfte dienen.

Mehr Ärzte für Erstuntersuchung von Flüchtlingen

Für die medizinische Erstversorgung der in Mecklenburg-Vorpommern ankommenden Flüchtlinge sind von Montag an zusätzliche Ärzte und Assistenten im Einsatz. Die Mediziner werden von der Universitätsklinik in Rostock gestellt, voraussichtlich fünf Ärzte und ebenso viele Medizinstudenten. Sie sollen in den beiden Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes in Horst (Landkreis Ludwigslust-Parchim) und Stern-Buchholz bei Schwerin zum Einsatz kommen, wie Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) sagt.