Beim gefundenen Falschgeld war der echte Zwanziger minimal größer als der falsche. Diese Bild zeigt einen echten (o
Beim gefundenen Falschgeld war der echte Zwanziger minimal größer als der falsche. Diese Bild zeigt einen echten (oben) und falschen Zwanziger aus Berlin. Paul Zinken
Lockdown-Ende

Wieder mehr Falschgeld in Vorpommern im Umlauf?

In Mecklenburg-Vorpommern gibt es einen ersten Fall mehrerer falscher Banknoten. Verbraucher sollten wieder gründlicher auf die Scheine in ihrer Geldbörse schauen.
Pasewalk

Das Ende der meisten Corona-Einschränkungen ruft auch wieder Geldfälscher auf den Plan. Die Sparkasse Uecker-Randow schlägt Alarm: Innerhalb weniger Tage seien mehrfach gefälschte 20-Euro-Scheine entdeckt worden, warnte eine Sprecherin des kommunalen Geldinstituts in Pasewalk. Diese Häufung sei ungewöhnlich, hieß es. Deswegen müsse die Öffentlichkeit gewarnt werden. Normalerweise tauchten gefälschte 20-Euro-Scheine höchstens ein bis zweimal im Jahr auf. In den jetzt bemerkten vier Fällen sei Anzeige bei der Polizei erstattet worden.

Tendenziell keine Zunahme von Falschgeld

Aufgefallen sei das Falschgeld durch die in der Sparkasse verwendete Prüftechnik, so die Sprecherin. Sowohl die Automaten, in denen die Zwanziger eingezahlt wurden, als auch am Schalter seien die „Blüten“ aussortiert worden. Am Schalter übernehme die Zähltechnik die Prüffunktionen.

Mit dem aktuellen Fall in Uecker-Randow könnte sich die Falschgeldlage im Land wieder verschärfen. Im ersten Halbjahr 2021 sei in Mecklenburg-Vorpommern tendenziell keine Zunahme der Falschgeldkriminalität zu beobachten gewesen, teilte das Landeskriminalamt (LKA) auf Anfrage mit. Erwartet werde, dass die im ersten Halbjahr 2020 angezeigte Zahl von rund 2700 gefälschten Banknoten in den ersten sechs Monaten 2021 nicht erreicht werde. Generell war den Angaben zufolge im vergangenen Jahr die Zahl der entdeckten „Blüten“ immer dann rückläufig, wenn Läden geschlossen und damit die Möglichkeiten, Falschgeld in Umlauf zu bringen, eingeschränkt waren.

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Falsche Zwanziger kleiner als die echten

Laut LKA werden Fälschungen der 50- und der 20-Euro-Banknoten am häufigsten in Umlauf gebracht. Dies sei bislang auch im laufenden Jahr der Fall. Vermutlich würden Täter auf niedrigere Stückelungen zurückgreifen, weil sich zum einen mehr dieser Banknoten im Umlauf befinden und sie zum anderen unter Umständen seltener auf ihre Echtheit überprüft werden als größere Scheine.

Laut Sparkasse Uecker-Randow waren die in diesen Tagen entdeckten gefälschten Zwanziger minimal kleiner als die echten Scheine. Zudem seien die erhabenen Linien nicht fühlbar gewesen und die so genannte Smaragdzahl stach grell hervor. „Bei näherer Betrachtung war gut erkennbar, dass die Geldscheine gefälscht waren“, so die Sprecherin.

Das Landeskriminalamt rät, im Zweifelsfall einen verdächtigen Schein mit einer Banknote zu vergleichen, die aus einem Geldautomaten stamme. Bei der Prüfung von Banknoten mit Lupen, Prüfstiften oder UV-Lampen lasse sich nicht immer ein eindeutiges Prüfergebnis erzielen, wenn nicht gleichzeitig die weiteren Echtheitsmerkmale überprüft würden.

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