Besonders im Osten des Landes kam in der Nacht zu Sonnabend viel Schnee herunter, so wie hier bei Löcknitz.
Besonders im Osten des Landes kam in der Nacht zu Sonnabend viel Schnee herunter, so wie hier bei Löcknitz. Mathias Scherfling
Neuschnee

Wintereinbruch sorgt für viele Unfälle auf MVs Straßen

Der Wintereinbruch sorgte für knapp 20 Unfälle auf den Straßen Mecklenburg-Vorpommerns, es gibt drei Verletzte. Die Polizei ruft dazu auf, auf Winterreifen zu achten.
Neubrandenburg

Der erste Wintereinbruch der Saison hat am Sonnabend in Mecklenburg-Vorpommern für rund 20 Unfälle gesorgt. Meist blieb es nur bei Blechschäden. Drei Personen wurden verletzt.

So meldete das Polizeipräsidium Neubrandenburg für den östlichen Landesteil insgesamt zwölf Verkehrsunfälle durch Schnee und Straßenglätte. Der Gesamtschaden allein für diese Region soll bei rund 75.000 Euro liegen.

Gegen 7.45 Uhr war auf der L273 vor Bresewitz bei Friedland (Mecklenburgische Seenplatte) eine Frau mit ihrem Auto gegen einen Baum gefahren, nachdem sie in einer Kurve die Kontrolle verlor. Die 26-Jähre verletzte sich bei dem Unfall leicht und kam ins Krankenhaus. Ihr Auto musste abgeschleppt werden. Auch in der Nähe von Burg Stargard hatte es gekracht.

Für den Landkreis Vorpommern-Greifswald meldete die Polizei bislang zehn Glätteunfälle – dort war in der Nacht auch mehr Schnee gefallen. So waren etwa auf Usedom zwei Autos kollidiert. Auf der Landesstraße 283 nahe Sommersdorf fuhr auf offenbar glatter Fahrbahn ein 18-Jähriger gegen einen Baum. Der junge Fahrer war zunächst eingeklemmt und musste aus seinem Fahrzeug geborgen werden. Aufgrund seiner schweren Verletzungen wurde er per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Eberswalde gebracht.

Schnee und Glätte gab es auch in Vorpommern-Rügen, jedoch meldete die Polizei für diesen Landkreis bislang noch keine witterungsbedingten Unfälle.

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Straßen und Autobahnen gesperrt

Das Polizeipräsidium Rostock, zuständig für den westlichen Landesteil, meldete ebenfalls mehrere Glätteunfälle am Vormittag. Oft sei nicht angepasste Geschwindigkeit die Ursache gewesen, Straßen und Autobahnen mussten für die Zeit der Bergung gesperrt werden.

Dies betraf etwa die A20 bei Neukloster, wo es in beiden Fahrtrichtungen Verkehrsunfälle gab. Ein Transporter war in die Mittelschutzplanke gefahren und kam quer zur Fahrbahn zum Stehen. Der Transporter musste abgeschleppt werden. Nach einem Unfall auf der Gegenrichtung konnte ein Fahrer seine Fahrt hingegen fortsetzen.

Ebenfalls auf der A20, am Kreuz Wismar, fuhr ein Pkw mit zwei Personen in eine Leitplanke. Beide Insassen wurden verletzt und kamen ins Krankenhaus. Auch ihr Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

Auf der A19 geriet ein Pkw bei Kessin ins Schleudern, fuhr zuerst gegen die Mittelschutzplanke und kollidierte dann mit einem weiteren Pkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde das Fahrzeug in die rechte Schutzplanke geschleudert und prallte erneut mit dem anderen Pkw zusammen. Alle Unfallbeteiligten wurden vor Ort medizinisch betreut. Sie konnten danach laut Polizei ihren Weg unverletzt fortsetzen.

Bei Hagenow auf der A24 war ein Autofahrer ins Schlingern geraten und kam in einer Gebüschgruppe zum Stehen. Auch sein Fahrzeug musste abgeschleppt werden.

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Polizei: Nicht alle Autos hatten Winterreifen

Die Polizei stellte fest, dass am Sonnabend nicht an allen Fahrzeugen Winterreifen montiert waren. „Dies kann insbesondere bei der Leistungsabrechnung gegenüber der Versicherung Probleme mit sich bringen”, so eine Sprecherin für das Neubrandenburger Präsidium. Zudem drohe dem oder der Fahrerin ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. Auch der Halter riskiere mit falscher Bereifung eine Geldbuße von 75 Euro.

Wer anstelle von Winterreifen mit sogenannten Ganzjahresreifen fahre, erfülle die Vorschriften im Sinne der situativen Winterreifenpflicht ebenfalls, wenn diese das „Alpine”-Symbol oder die M+S-Kennzeichnung aufweisen, erklärte die Sprecherin.

„Denken Sie an sich schnell ändernde Fahrbahnverhältnisse und passen Sie ihre Geschwindigkeit an. Seien Sie jederzeit in der Lage schnell und sicher auf mögliche Gefahren zu reagieren”, ergänzte eine Sprecherin aus Rostock.

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Aktualisierung: Artikel wurde um 18 Uhr um weitere Informationen ergänzt.

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