NACH STREIT AUF RÜGEN

Wirtschaftsminister Glawe gegen Kurtaxe für Einheimische

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat die Erhebung einer Kurtaxe bei Einheimischen kritisiert. Die Rechtslage gebe das zwar her, zeitgemäß sei das aber nicht.
Sollten auch Einheimische für den Strandbesuch Kurtaxe zahlen?
Sollten auch Einheimische für den Strandbesuch Kurtaxe zahlen? Bernd Wüstneck
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ist gegen eine Abgabe für Einheimische.
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) ist gegen eine Abgabe für Einheimische. Stefan Sauer
Schwerin.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hat die Erhebung einer Kurtaxe bei Einheimischen kritisiert. „Es ist schwer vermittelbar, dass Anwohner bei Besuchen in Nachbarorten zur Kasse gebeten werden – auch wenn die gegenwärtige Rechtslage dies hergibt”, sagte er am Montag in Schwerin bei einem Treffen von Tourismus-Experten. Dabei war die Zukunft der Tourismus-Finanzierung ein Schwerpunkt. Gebühren für Anwohner seien nicht zeitgemäß, erklärte der Minister. Darüber hinaus müsse überhaupt geschaut werden, ob Tagesgäste noch zur Kasse gebeten werden sollten.

Auf der Suche nach eleganteren Wegen, Geld für die Tourismusfinanzierung aufzutreiben, soll ein Wettbewerb ausgelobt werden. „Am Ende steht eine Modellregion oder -regionen, in denen touristische Finanzierungsmöglichkeiten erprobt werden”, sagte Glawe. Die Kriterien würden in den kommenden Tagen festgelegt. „Mit dem Wettbewerb wollen wir zügig starten”, betonte er.

Die Gemeindevertretung von Binz gegen deutlichen Protest von Einheimischen hatte in der vergangenen Woche eine von Kurverwaltung und Hauptausschuss vorgeschlagene neue Satzung durchgewunken, nach der mit Ausnahme der Binzer selbst nicht nur Urlauber und Tagesgäste, sondern auch Rüganer und Kinder ab dem zwölften Lebensjahr zum Beispiel für das Betreten des Strandes ganzjährig eine Tagesgebühr von 2,80 Euro zahlen müssen

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Kommentare (1)

ist alles, was der Staat und seine Etappenhengste noch können. Nächstens folgt die Bürgersteigsteuer für die Abnutzung der Gehwegplatten, die Rohrsteuer für die Zuführung von Trinkwasser und was sich noch alles einfallsreiche Verwaltungen ausdenken mögen....Anstelle die längst versprochene Steuerreform zu konzipieren und durchzuführen werden neue Steuern und Abgaben erfunden. Die Rüganer sollten sich solidarisch zusammenschließen und Binzer Geschäfte boykottieren. Die Gewerbetreibenden werden sich schon melden, wenn die Umsätze einbrechen......