MINISTERIUMS-ANGABEN

Wolf "Arno" wurde erschossen - Tötung ist Straftat

Von "Arno" gibt es kein Signal mehr. Der Wolfsrüde war vor gut einem Jahr mit einem GPS-Gerät ausgestattet und am Wochenende tot aufgefunden worden. Die Todesursache ist nun ermittelt.
dpa
Wölfe, die mit einem GPS-Gerät ausgestattet sind, sollen Daten dazu liefern, in welchem Umkreis sie sich bewegen und welchen Einfluss sie etwa auf das Schalenwild haben.
Wölfe, die mit einem GPS-Gerät ausgestattet sind, sollen Daten dazu liefern, in welchem Umkreis sie sich bewegen und welchen Einfluss sie etwa auf das Schalenwild haben. Arno Burgi/ Symbolbild
Schwerin.

Der mit einem Peilsender ausgestattete vermisste Wolf "Arno" aus der Lübtheener Heide ist durch einen gezielten Blattschuss getötet worden. Das haben Untersuchungen im Leibniz- Institut für Zoo- und Wildtierkunde Berlin ergeben, wie das Umweltministerium in Schwerin am Dienstag mitteilte. Der Halsbandsender sei entfernt und vermutlich zerstört worden, denn er liefere keine Peildaten mehr, hieß es.

Der Kadaver des Jungwolfes war am Samstag in der Nähe der Gemeinde Woosmer (Kreis Ludwigslust-Parchim) am Straßenrand entdeckt worden. Zunächst war unklar, wie der Wolf ums Leben kam. Ein Verkehrsunfall war nicht ausgeschlossen worden.

Peilsender liefern Daten über gejagte Beutetiere

Minister Till Backhaus (SPD) sagte, alle Fakten und Befunde würden jetzt den Ermittlungsbehörden übergeben. "Wir werden alles daransetzen, diese Straftat aufzuklären", versicherte er. "Der Täter ist offenbar mit großer krimineller Energie vorgegangen. Wölfe sind bekanntermaßen streng geschützt und nicht jagdbar."

"Arno" war im Oktober 2015 als erster von bislang drei Wolfswelpen im Land mit einem GPS-Gerät ausgerüstet worden. Es sollte Daten dazu liefern, in welchem Umkreis sich das Lübtheener Wolfsrudel bewegt und welchen Einfluss die Wölfe auf das Schalenwild haben. Mit Hilfe der Peildaten könnten zum Beispiel Informationen zu den gejagten Beutetieren gesammelt werden. In die aufwendigen Arbeiten seien Jäger, Förster und Naturschützer eingebunden. Diese wildbiologische Forschung habe nun einen herben Rückschlag erlitten, bedauerte Backhaus.

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