Bei Greifswald
Wolf bei Unfall auf A20 getötet

Mithilfe einer DNA-Untersuchung soll abschließend geklärt werden, ob es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt.
Mithilfe einer DNA-Untersuchung soll abschließend geklärt werden, ob es sich bei dem Tier um einen Wolf handelt.

Auf der A20 nahe Greifswald ist bei einem Unfall offenbar ein Wolf getötet worden. Laut eines Gutachters „deutet alles auf einen Wolf hin.”

Bei einem Unfall auf der A20 nahe der Abfahrt Greifswald bei Klein Bisdorf ist am Mittwochabend offenbar ein Wolf getötet worden. „Auf den ersten Blick deutet alles auf einen Wolf hin”, sagte der zuständige Wolfsbeauftragte Matthias Sandmann dem Nordkurier.

Abschließende Erkenntnisse soll ein DNA-Abgleich liefern, für den der Kadaver des Tiers nach Berlin gebracht worden ist. Nach Polizeiangaben kam es gegen 21.50 Uhr zu dem Unfall. Ein Auto hatte das Tier gerammt. Personen sind bei dem Wildunfall nicht zu Schaden gekommen, aber an dem VW Caddy entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2000 Euro.

DNA wird untersucht

Das Tier werde jetzt im Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) in Berlin untersucht. Unter anderem wolle man anhand der DNA feststellen, ob der Wolf zu einem Rudel in Mecklenburg-Vorpommern gehört oder ob er von weiter her kommt, sagte Sandmann. Wölfe sind streng geschützt.

Erst am Montag war auf der A24 bei Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) ein Wolf überfahren worden. Der Wolf breitet sich im Land weiter aus. Dem Umweltministerium zufolge gibt es inzwischen sechs Rudel. Die Reviere liegen zwischen der Kalißer Heide im Westen und der Insel Usedom im Osten.

Dieser Artikel wurde am Freitag, 29. März, mehrfach aktualisiert.