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Wolf reißt zahlreiche Schafe bei Rostock

Ein Wolf hat bei Rostock mehrere Schafe gerissen (Symbolbild).
Ein Wolf hat bei Rostock mehrere Schafe gerissen (Symbolbild).
Peter Steffen

Ein Wolf hat bei Rostock mindestens 13 Schafe angefallen und getötet. Wie viele genau, darüber herrscht Uneinigkeit. Zunächst wurden die Risse auch nicht veröffentlicht.

Ein Wolf hat in der Nähe von Rostock mehrere Schafe gerissen. Ein Halter habe auf seiner Weide in Blankenhagen, 20 Kilometer östlich der Hansestadt, bereits am 3. August 15 tote Tiere gefunden, berichtete am Sonntag NDR 1 Radio MV. Zudem seien zehn Tiere verletzt worden, einige so schwer, dass sie getötet werden mussten. Das Landwirtschaftsministerium nannte eine andere Zahl und sprach von einem „Rissvorfall mit 13 getöteten Schafen”.

Mehr zum Thema: Am Wochenende starb eine Wölfin kurz vor der Insel Usedom. Sie wurde bei Anklam von einem Auto erfasst und war sofort tot.

Schäfer wird entschädigt

Dem Ressort zufolge hat ein DNA-Gutachten einen Wolf als Verursacher bestätigt. „Eine Kotprobe hat den Wolf überführt”, sagte Ministeriumssprecherin Martina Plothe. Der Schäfer werde entschädigt.

Mutmaßungen, der Wolf könnte sich dort angesiedelt haben, bestätigte das Ressort nicht. „Wir gingen nach diesem Vorfall bislang von einem durchziehenden Einzeltier aus und prüfen jetzt, ob sich ein Wolf oder mehrere Wölfe dauerhaft im Billenhäger Forst aufhalten”, sagte Plothe. Ein dauerhafter Aufenthalt eines Wolfes in dem genannten Gebiet lasse sich aus der DNA-Untersuchung nicht ableiten.

Vorfall wurde nicht veröffentlicht

Der Vorfall war seinerzeit nicht veröffentlicht worden. Auch beim Schafhalter, der die Risse umgehend gemeldet habe, sei trotz Nachfragen zunächst keine Rückmeldung über das Ergebnis des Rissgutachters eingegangen, berichtete der NDR. Das Ministerium habe die Verzögerungen mit Personalproblemen aufgrund der Sommerferien und der Umstellung des Wolfsmanagements begründet.

Ende September hatte das Ressort angegeben, bis dato hätten Wölfe 2018 in Mecklenburg-Vorpommern ähnlich viele Schafe, Rinder und andere Nutztiere attackiert wie in den Vorjahren. Elf Wolfsattacken seien registriert worden, bei denen 68 Kälber, Schafe oder Damhirsche in Gehegen getötet oder verletzt wurden.

In der Zahl sind laut Ministerium die Risse von Blankenhagen enthalten. Regionale Schwerpunkte seien der Süden Vorpommerns um Ueckermünde und Löcknitz sowie Ludwigslust-Parchim gewesen, hieß es in der Zwischenbilanz. In den Jahren 2017 und 2016 waren 88 beziehungsweise 72 getötete und verletzte Nutztieren gezählt worden.

Kommentare (4)

ganz normal! Ein gesunder Wolf. Die machen das nämlich so.

Sind nur Augenwischerei - fuer dieses Geld bekommt man kein Tier groß

Wie hoch sind denn die Entschädigungen, und was kostet die Aufzucht eines Tieres? Im Artikel finde ich dazu leider keine Angaben. Aber Sie können mir sicher weiterhelfen.

In dieser, Ihrer Meldung fehlt der Hinweis auf vorhandenen Herdenschutz! Sonst könnte die Meldung auch heißen: Schäfer überläßt seine Tiere ungeschützt dem Wolf! Fahrlässig oder Vorsätzlich? Ohne diesen Hinweis ist die gesamte Meldung nur Wolfshetze und Populismus! Tote Nutztiere erzeugen Mitleid. Der Wolf hat sie getötet! Fakt! Waren sie aber vor ihm geschützt? Das ist der Punkt, der öffentliches Interesse beeinflußt! Den Wolf gibt es nicht erst seit gestern in Deutschland. Daß er Beutetiere reißt weiß auch jeder! Das gilt es nicht zu bestätigen. Ob ein Tierhalter seine Tiere vor ihm schützt oder nicht, ist der Punkt!! Diese Berichterstattung ist einseitig und völlig daneben. Sensationsjournalismus!