Wald bei Herrnburg

Wolf soll in Nordwestmecklenburg Menschen umkreist haben

Bei Herrnburg soll sich ein Wolf zwei Frauen bis auf wenige Meter genähert haben. Umweltminister Backhaus will einen Abschuss des Tiers prüfen.
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Bei Herrnburg soll sich ein Wolf zwei Frauen bis auf fünf Meter genähert haben.
Bei Herrnburg soll sich ein Wolf zwei Frauen bis auf fünf Meter genähert haben. Julian Stratenschulte
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Herrnburg.

In einem Wald bei Herrnburg im Landkreis Nordwestmecklenburg soll sich ein Wolf zwei Frauen bis auf fünf Meter genähert und sie umkreist haben. Danach sei das Tier verschwunden, berichtet die Ostsee-Zeitung unter Berufung auf Landesumweltminister Till Backhaus (SPD). Demnach ereignete sich der Vorfall mit dem offenbar noch jungen Wolf am Donnerstag.

Möglicherweise komme das Tier ursprünglich aus Munster in Niedersachsen, wo Wölfe auf dem Truppenübungsplatz der Bundeswehr in der Lüneburger Heide angefüttert worden sein sollen. „Dass sich der Wolf den Frauen so dicht genähert hat, könnte ein Hinweis darauf sein“, sagte Backhaus der OZ. Es könne sich um dasselbe Tier handeln, das zuletzt häufiger in der Umgebung von Lübeck in Schleswig-Holstein gesichtet wurde.

Der Umweltminister will nun prüfen, ob der Wolf geschossen werden muss. Noch gebe es aber „keine rechtssichere Entnahmemöglichkeit”, so Backhaus. Die Raubtiere sind in Deutschland streng geschützt. Einzelne Tiere dürfen nur dann getötet werden, wenn von ihnen eine Gefahr für den Menschen ausgeht oder großer wirtschaftlicher Schaden durch sie zu erwarten ist.