79 FÄLLE

Zahl der Verkehrstoten in MV steigt wieder

Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Verkehrstoten in Mecklenburg-Vorpommern ein historisches Tief erreicht. Doch der Trend setzt sich nicht fort.
dpa
Die Zahl der Verkehrstoten in MV ist im Jahr 2018 wieder gestiegen.
Die Zahl der Verkehrstoten in MV ist im Jahr 2018 wieder gestiegen. Petra Konermann
Schwerin.

Für Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Hoffnung auf einen weiteren Rückgang der tödlichen Verkehrsunfälle im Land zerschlagen. Wie das Innenministerium am Montag in Schwerin bestätigte, erreichte die Zahl der Verkehrstoten bereits Anfang Dezember das Niveau des gesamten Jahres 2017. Im Vorjahr waren 79 Menschen auf den Straßen des Landes ums Leben gekommen. Damit sank die Zahl der getöteten Unfallopfer in Mecklenburg-Vorpommern auf ein historisches Tief.

Im Jahr 1991 waren im Nordosten 624 Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben, zehn Jahre später (2001) waren es 296 und noch einmal zehn Jahre später (2011) 143. Seit 2012 liegt die Zahl der Unfalltoten in Mecklenburg-Vorpommern unter 100.

Jüngstes Opfer ist ein 23 Jahre alter Mann. Er war laut Polizei am frühen Samstagmorgen als Beifahrer in einem voll besetzten Auto auf der Insel Rügen unterwegs. Der Wagen kam den Angaben zufolge auf der Bundesstraße 96 von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrfach. Der ebenfalls 23-jährige Fahrer und zwei weitere Insassen im Alter von 17 und 31 Jahren überlebten das Unglück schwer verletzt. Der 23 Jahre alte Beifahrer erlag im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Polizei kontrolliert verstärkt

Schon zu Beginn des Jahres 2018 hatte sich eine wieder steigende Zahl von Verkehrstoten abgezeichnet. Im ersten Quartal verloren bereits 24 Menschen auf den Straßen des Landes ihr Leben und damit 14 mehr als im Vorjahreszeitraum, zum Halbjahr waren es 45. Wegen der steigenden Tendenz hatte die Polizei die Kampagne „Fahren. Ankommen.Leben! – Wir blitzen für Ihr Leben gern” gestartet.

Sie umfasst neben zusätzlichen Verkehrskontrollen auch Appelle in sozialen Netzwerken. Zu schnelles Fahren gehört laut Innenminister Lorenz Caffier (CDU) unverändert zu den häufigsten Ursachen von Unfällen mit Toten oder Schwerverletzten.

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Kommentare (2)

Eigentlich nehme ich die Polizei immer in Schutz, aber in diesem Fall muss ich eine Ausnahme machen. Auf eine frühere Beschwerde über die Internetwache, schickte man mir den Pressesprecher der für hier zuständigen Inspektion, der mir klar machte , soweit entfernt von der nächsten Polizeiwache haben die Kollegen keine Interesse und vor allem keine Zeit, hier zu lasern. Meine Frage ,ob hier verkehrstechnisch ein rechtsfreier Raum herscht wurde durch diesen Kollegen bejaht. Das war vor ca 3 Jahren. Auf eine erneute unlängst durchgeführte Beschwerde auf dem gleichen Internetportal der Polizei, erhielt ich nicht mal eine antwort. Hier wird durch den Ort gerast ,das ist das Ende von weg. Frauen sind die schlimmsten , Kinder im Auto, in der einen Hand ne Kippe und mit der anderen wird telefoniert.
Wenn der NK jetzt schreibt die Polizei will verstärkt die Geschwindigkeit überwachen, dann ist das seitens der Polizei bloß gelaber.

Obwohl Herr Hihrke aus einem meiner früheren Kommentare heraus gelesen hatte, glauben zu dürfen, ich hätte etwas gegen die Polizei, stelle ich heute fest, daß er dieselben Zustände zu Recht kritisiert wie ich. Es wird nicht mehr lange dauern, daß Kleinkinder ihre Eltern fragen, was das ist - Polizei ??? Im Wachsfigurenkabinett rücken sie schon die Puppen zusammen, damit auch ein Polizist hinein gestellt werden kann - man weiß ja nicht, wann diese Art ausstirbt.
Im Ort Gegensee entfernten Bürosessel-Theoretiker die Ortseingangstafeln, mit dem Ergebnis, daß 80 km/h nun der Durchschnitt sind. Es ist unfaßbar, was von Amts wegen der dortigen Bevölkerung zugemutet wird. Man kann es nicht anders als Idiotie nennen - Schnellfahren mit polizeilicher Erlaubnis.
In Eggesin kontrollieren operativ Dienst verrichtende Beamte das Anhalten an der Haltlinie, weil STOP das ja auch verlangt. Schnell hat man hier ein paar Verkehrssünder eingesammelt, anderen Ortes sind die STOP-Schilder entfernt worden, um die zahlreichen Rechtsverletzungen gar nicht erst entstehen zu lassen, sozusagen die fehlende polizeiliche Überwachung zu kaschieren. Wo kein Schild - da kein Verstoß. Sicherheit geht den Bach runter, es wird gerast und geparkt, wo man(n)(frau) will. Eine schöne Polizei haben wir - nur bekommen wir sie nie zu sehen.