AGRARMINISTERIUM

▶ Zahl der Wolfsattacken auf Nutztiere in MV verdoppelt

Schafe, Damwild, Kälber: Auch 2020 gab es in Mecklenburg-Vorpommern wieder zahlreiche „Rissvorfälle”. Dabei stehen Wölfe als Verursacher fest oder sie waren es „sehr wahrscheinlich”.
dpa
In MV sind im Jahr 2020 knapp doppelt so viele Nutztiere von Wölfen gerissen worden wie im Vorjahr.
In MV sind im Jahr 2020 knapp doppelt so viele Nutztiere von Wölfen gerissen worden wie im Vorjahr. Carsten Rehder
Schwerin ·

In Mecklenburg-Vorpommern sind im Jahr 2020 knapp doppelt so viele Nutztiere von Wölfen gerissen worden wie im Vorjahr. Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums der dpa sagte, hat sich auch die Zahl der „Rissvorfälle” mit 80 gegenüber dem Vorjahr annähernd verdoppelt. Bei „Rissvorfällen” stehen Wölfe als Verursacher fest oder sie waren es „sehr wahrscheinlich”. Damit wäre ein neuer Höchststand im Nordosten erreicht.

Mehr lesen: ▶ So zerlegt Experte Beyer die Argumente der Wolfs-Liebhaber

Im bisherigen Rekordjahr 2019 hatte es 43 Wolfsattacken gegeben, bei denen 205 Nutztiere getötet und verletzt wurden. Bis November 2020 registrierten Landwirte, Schaf- und Damwildhalter bereits rund 400 getötete und verletzte Schafe, Kälber oder anderen Nutztiere. Die Attacken wurden nach Angaben des Ministeriums vor allem in südlichen und östlichen Landesteilen, den Kreisen Ludwigslust-Parchim, Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sowie dem Altkreis Nordvorpommern, aufgenommen. Dort gibt es die meisten der landesweit elf Rudel und einzelne Wölfe.

Mehr lesen: CDU-Landrat Sack misstraut MV-Umweltministerium

[Video]

 

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Schwerin

zur Homepage