Öko-Landwirtschaft

Zehn Prozent der Äcker in MV sind schon Bio

Der Anteil des Öko-Landbaus in Mecklenburg-Vorpommern ist leicht angestiegen. Die Umweltorganisation BUND fordert von der Politik deutlich mehr Bio-Äcker.
dpa
In der Bio-Gärtnerei Watzkendorf zwischen Neustrelitz und Woldegk wird in einem Gewächshaus Feldsalat geerntet. Die Bio-Gärtnerei ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2017.
In der Bio-Gärtnerei Watzkendorf zwischen Neustrelitz und Woldegk wird in einem Gewächshaus Feldsalat geerntet. Die Bio-Gärtnerei ist Preisträger des Bundeswettbewerbs Ökologischer Landbau 2017. Bernd Wüstneck
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Schwerin.

Der Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern hat nach Angaben der Umweltorganisation BUND zugelegt. Seit Mai 2017 seien rund 3000 Hektar vormals konventioneller Agrarflächen auf Bio umgestellt worden, sagte der Agrarexperte des BUND, Burkhard Roloff, in Schwerin.

Inzwischen würden etwa zehn Prozent der gesamten Landwirtschaftsfläche im Nordosten ökologisch bewirtschaftet – rund 120.000 Hektar. Ziel der Umweltorganisation ist es, bis zum Jahr 2020 den Anteil auf 20 Prozent zu verdoppeln.

Nachfrage nach heimischen Öko-Produkten groß

Dazu appellierte Roloff an Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD), die 60.000 Hektar landesseigener Agrarflächen vorrangig an junge Biobauern zu verpachten. Außerdem habe Backhaus jetzt Zugriff auf die Flächen der bundeseigenen BVVG. Wenn auch diese hauptsächlich an Öko-Landwirte vergeben würden, könne das Ziel von 20 Prozent erreicht werden, sagte Roloff.

Der Markt dafür sei da, die Nachfrage nach heimischen Öko-Produkten in Deutschland groß. Am Dienstagnachmittag will sich Backhaus in einer Pressekonferenz zum Öko-Landbau in Mecklenburg-Vorpommern äußern.