Dag S.

Zeugin äußert sich zu Tod von Usedomer Türsteher

Im Fall der bei Swinemünde gefundenen Leiche eines bekannten Türstehers wirft die Aussage einer Zeugin neue Fragen auf. Wurde der Mann nicht vorsätzlich getötet?
Nordkurier Nordkurier
Mehrere Beamte der Kriminalpolizei Anklam durchsuchten dort Wohnhaus und einen Pkw auf Usedom.
Mehrere Beamte der Kriminalpolizei Anklam durchsuchten dort Wohnhaus und einen Pkw auf Usedom. Tilo Wallrodt
2
SMS
Wolgast.

Nach dem Tod des bekannten Usedomer Türstehers Dag S. in der vergangenen Woche kam haben Polizisten in der Ortschaft Neu Sallenthin auf Usedom ein Wohnhaus durchsucht. Auch ein Pkw wurde sichergestellt und abgeschleppt.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Stralsund stand die Durchsuchung im Zusammenhang mit der Befragung einer Zeugin, die den verstorbenen 59-Jährigen kannte. Die Frau habe ausgesagt, in seinen letzten Lebensstunden Kontakt mit dem Türsteher gehabt zu haben, erklärte ein Sprecher. Auch zu den Todesumständen habe sie sich geäußert.

Die Aussagen der Frau ließen nicht auf ein vorsätzliches Verbrechen schließen, erklärte der Staatsanwaltschafts-Sprecher. Sie deuteten vielmehr darauf hin, dass es „mehr in Richtung Fahrlässigkeit” gehe. Allerdings seien die Angaben nicht vollständig und seien auch noch nicht mit anderen vorliegenden Angaben und Erkenntnissen abgeglichen worden. Zudem gebe es noch kein offizielles Obduktionsergebnis, dass die Aussagen stützen könnte. Das werde erst in etwa zwei Wochen vorliegen.  Gegen die Frau wird nun ermittelt. 

Der 59-Jährige aus Greifswald, der zuletzt auf der Insel Usedom lebte, war am 7. Mai in der Nähe von Swinemünde (Swinoujscie) tot gefunden worden. In Polen wird auch der Tatort vermutet. Daher liegt die Federführung bei den Ermittlungen auch bei den polnischen Behörden.

zur Homepage