GEFLÜGELPEST

Zigtausende Vögel in MV werden getötet

Einer der größten Geflügelhalter mit 70.000 Tieren ist von der Tierseuche betroffen. Dort und bei anderen Fällen im Land werden vermutlich alle Tiere gekeult.
dpa
Einer der größten Geflügelhalter in MV mit 70.000 Tieren muss wegen der Geflügelpest vermutlich alle Tiere töten (Symbolfoto).
Einer der größten Geflügelhalter in MV mit 70.000 Tieren muss wegen der Geflügelpest vermutlich alle Tiere töten (Symbolfoto). Daniel Karmann
Gnoien.

Die Vogelgrippe hat einen der größten Geflügelhalter in Mecklenburg-Vorpommern erreicht. Wie ein Sprecher des Schweriner Agrarministeriums am Dienstag sagte, wurde das H5N8-Virus in einem Stall der Firma bei Gnoien (Landkreis Rostock) festgestellt. Das Unternehmen hält in der Region rund 70 000 Legehennen an mehreren Standorten. Um die Tierseuche komplett zu bekämpfen, müssen vermutlich alle Tiere an allen Standorten „gekeult” werden, wie ein Sprecher des Landkreises Rostock am Dienstagmorgen sagte. Die Vorbereitungen seien angelaufen.

100.000 Tiere von Geflügelpest betroffen

Damit sind nach Angaben von Agrarminister Till Backhaus (SPD) inzwischen rund 100 000 Tiere bei Nutztierhaltern im Nordosten betroffen. Es handele sich in diesem Jahr laut Experten um eine sehr aggressive Virus-Form dieser Tierseuche.

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Vorbereitungen für eine Tötung laufen auch bei einem Putenhalter in Rothenkirchen bei Rambin (Vorpommern-Rügen), wo rund 16.000 Tiere entsorgt werden sollen. Die Tötung von ebenfalls befallenen Legehennen und Enten bei Neubukow (Landkreis Rostock) wurde in der Nacht abgeschlossen, wie der Sprecher des Kreises sagte. Dort war ein Bestand von 3000 Hennen und 650 Enten betroffen. Backhaus hatte nach einer Beratung am Montag darauf hingewiesen, dass Tierhalter in allen Regionen mit großem Vogelzug, also an Seen und Gewässern, die Stallpflicht strengstens einhalten sollten.

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