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Zugverkehr in MV auch am Freitag lahmgelegt

Auch am Freitag geht so gut wie gar nichts im Bahnverkehr.
Auch am Freitag geht so gut wie gar nichts im Bahnverkehr.
dpa

Wegen des Rekordstreiks der Lokführer fallen am Freitag erneut zahlreiche Züge in Mecklenburg-Vorpommern aus. Nach Angaben der Deutschen Bahn müssen sich Bahnreisende bereits am Morgen darauf einstellen, dass nur rund 15 bis 30 Prozent der Züge fahren.

Bei den Fernzügen fallen zwei von drei Verbindungen aus. Der Streik der Lokführergewerkschaft GDL soll noch bis voraussichtlich Montag (4 Uhr) andauern.

Vom Streik nicht betroffen sind Bahnstrecken, die von privaten Anbietern betrieben werden. Dort fahren die Züge wie gewohnt. Dazu gehört unter anderem die Strecke Wismar-Rostock-Tessin oder Hagenow-Neustrelitz. Nach Streikbeginn am Donnerstagmorgen waren Bahnangaben zufolge im Nahverkehr rund 80 Prozent der Verbindungen ausgefallen, im Fernverkehr war nur rund ein Drittel der Züge unterwegs.

An diesem Wochenende könnte auch die Tourismuswirtschaft unter den Streikauswirkungen leiden. "Wir sind nun in der Jahreszeit, in der sich viele Reisende die Entscheidung über einen Kurztrip an die Küste oder zur Seenplatte bis zur letzten Sekunde offen halten", sagte der Sprecher des Landestourismusverbandes, Tobias Woitendorf. Wer mit der Bahn fahren wollte, komme dann halt nicht. Die Branche schätzt, dass die bisherigen Bahnstreiks zusammen mit dem an diesem Wochenende einige Tausend Übernachtungen kosten könne. Darüber hinaus sei der Streik bedauerlich, denn das Vertrauen in die Bahn als ein für den Tourismus geeignetes Verkehrsmittel schwinde, sagte Woitendorf.

Einen Antrag der Deutschen Bahn, den Streik per einstweiliger Verfügung zu verbieten, lehnte das Frankfurter Arbeitsgericht am Donnerstagabend ab. Die Bahn kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

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