RÜSTUNGSEXPORTE

Zukunft der Wolgaster Werft beschäftigt auch Landtag

Der gewaltsame Tod eines Journalisten aus Saudi-Arabien wirkt sich bis nach Mecklenburg-Vorpommern aus. Von Beschränkungen der Rüstungsexporte in das Königreich wäre auch die Werft in Wolgast betroffen.
dpa
Ein Patrouillenboot für Saudi-Arabien auf der Wolgaster Peene-Werft
Ein Patrouillenboot für Saudi-Arabien auf der Wolgaster Peene-Werft Tilo Wallrodt
Schwerin.

Der Landtag in Schwerin sorgt sich um den Fortbestand der auf Militärschiffe spezialisierten Werft in Wolgast. Auf Antrag der oppositionellen Linksfraktion befasst sich das Parlament am Donnerstag außerplanmäßig mit der Zukunft der Werft.

Nach dem gewaltsamen Tod des saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi steht ein hoch dotierter Auftrag zum Bau von Patrouillenbooten für Saudi-Arabien akut infrage. Mehrere Boote wurden schon ausgeliefert. Die Produktion sichert bislang zum Großteil die Beschäftigung der rund 300 Mitarbeiter auf der Wolgaster Werft, die seit 2013 zur Bremer Lürssen-Gruppe gehört.

In ihrem Dringlichkeitsantrag verurteilt die Linke die Ermordung Khashoggis, fordert ein Ende des Krieges in Jemen, an dem Saudi-Arabien maßgeblich beteiligt sei, und einen sofortigen Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien. Für die Peenewerft sollen mit Hilfe von Bund und Land zivile Alternative entwickelt werden. Die Regierungsparteien SPD und CDU hatten bereits an den Bund appelliert, mehr Schiffbauaufträge für die Bundeswehr nach Wolgast zu vergeben.

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