OHNE MÜLL UND STAU

Zuparken-Festival steht in den Startlöchern und will grüner werden

Etwa 1000 Besucher werden beim 15. Zuparken-Festival am Ostseestrand in einem kleinen Ort zwischen Kühlungsborn und Rerik erwartet. So wollen die Veranstalter das Gebiet dennoch schützen.
Viele Besucher des Zuparken-Festivals werden sich wieder in die Fluten der Ostsee stürzen.
Viele Besucher des Zuparken-Festivals werden sich wieder in die Fluten der Ostsee stürzen. Symbolbild: © maxoidos - Fotolia.com
Zum Zuparken-Festival werden viele Gäste mit Bullis anreisen.
Zum Zuparken-Festival werden viele Gäste mit Bullis anreisen. Symbolbild/NK-Archiv
Kägsdorf ·

Bereits zum 15. Mal steigt ab Donnerstag das Zuparken-Festival am Strand von Kägsdorf – einem Ortsteil von Bastorf im Landkreis Rostock. Bis einschließlich Sonntag wird das Surf- und Musikfestival Fans anlocken, zumal es im vergangenen Jahr ausfallen musste. Die Teilnehmerzahl ist jedoch streng auf 1000 Personen limitiert.

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Viele von ihnen werden mit Bullis zu dem Festival fahren und treffen sich für eine gemeinsame Anfahrt schon in Hamburg, in Rostock oder Berlin. „Mit dem Kägsdorfer Strandparkplatz hat das Zuparken-Festival einen Veranstaltungsort gefunden, wie es ihn selten bei Festivals gibt. Direkt neben dem unter Naturschutz stehenden Riedensee ist der Parkplatz dieses Jahr zum 13. Mal das zu Hause aller Zuparker”, schreiben die Veranstalter auf ihrer Homepage und sind sich ihrer damit einhergehenden Verantwortung offenbar bewusst: „Seit Stunde Null war der Schutz des wunderbarschönen Gebietes um den Riedensee unser oberstes Gebot.” Und weiter: „Nachhaltigkeit, bewusster Umgang mit der Natur und eine möglichst ökologische Ressourcennutzung sind für uns mit jedem Jahr wichtiger geworden und dieses Jahr möchten wir den nächsten Schritt gehen, damit wir noch lange in Kägsdorf zusammenkommen können.“

Festival auf September verschoben

So wurde das Festival nicht nur aufgrund von Corona von Juni auf September verschoben, sondern auch, um die heimischen Vögel nicht während der Brutzeit zu stören und das Naturschutzgebiet um den Riedensee langfristig zu erhalten. „In den vergangenen 15 Jahren hat sich eine Menge geändert: Die Sommer sind wärmer, unser Verständnis für das Klima und die Auswirkung unseres Handelns auf die Natur ist viel ausgeprägter. Es wird also Zeit, eine neue Tradition einzuläuten und sich konsequent für eine gemeinsame, grünere Zukunft einzusetzen“, schreiben die Veranstalter.

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Sie richten daher einen eindringlichen Appell an ihre Besucher: „Wir bitten euch, ladet euren Müll nur an den dafür vorgesehenen Plätzen ab und hechtet hinterher, wenn er mal windige Beine bekommt. Nutzt bitte die ausgeschilderten Wege, respektiert die ausgewiesenen Grenzen des Festivalgeländes und lasst eure Drohnen-Spielzeuge Zuhause.”

Entspannte Anreise möglich

Wer zu einem Festival fährt, stellt sich auf Staus am Anreisetag ein. Damit die Geduld der Teilnehmer nicht zu sehr strapaziert wird, gibt es auf der Homepage eine Umfrage, bei der sie ihre ungefähre Ankunftszeit und auch schon ihren Impfstatus angeben können.

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Wer nicht vollständig gegen das Coronavirus geimpft oder von einer Coronainfektion genesen ist, muss einen tagesaktuellen offiziellen Antigen-Schnelltest vorweisen können, damit er auf das Festivalgelände gelassen wird. Am Samstag muss auf dem Gelände dann ein zweiter Test gemacht werden.

Die Tickets für das Festival sind ausverkauft. Es gibt aber eine Plattform, auf der Besucher ihre Tickets weiterverkaufen können. Mit etwas Glück sind dort noch Restkarten verfügbar.

Während des Festivals werden zahlreiche Workshops und Sportarten angeboten. Dazu gehören Kochen auf Reisen, Trommeln, Malerei und verschiedene Bastelworkshops. Sportfans können Stand-up-Paddeln, Kitesurfen, Windsurfen und Wellenreiten ausprobieren. Sogar ein Bier- und Wein-Yoga gibt es. Musik wird es natürlich auch geben – von wem, bleibt aber traditionell bis zum Beginn des Festivals geheim.

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