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Zusätzliche Pendlerzüge von und nach Hamburg

Die Fahrtzeiten hatten sich erheblich verlängert. Nach Protesten gibt es nun Verbesserungen im Fahrplan.

Ab dem 21. März wird es zusätzliche Verbindungen von und nach Hamburg geben.
Lukas Schulze Ab dem 21. März wird es zusätzliche Verbindungen von und nach Hamburg geben.

Nach der heftigen Kritik mecklenburgischer Berufspendler nach Hamburg setzt die Bahn vom 21. März an zusätzliche Züge ein. Morgens um 5.40 Uhr werde ein Nahverkehrszug von Schwerin nach Büchen (Schleswig-Holstein) fahren, wo Pendler in einen Intercity nach Hamburg umsteigen können, teilte das Verkehrsministerium in Schwerin am Mittwoch mit. Nachmittags sollen in Büchen zwei zusätzliche Nahverkehrszüge in Richtung Osten starten: Um 15.22 Uhr nach Hagenow und zwei Stunden später über Hagenow nach Schwerin. Bis Büchen werden demnach Fernzüge der Bahn genutzt.

Fahrgäste, die das Angebot nutzen wollen, müssen dafür Tickets kaufen, die im Fernverkehr gültig sind, wie es hieß. "Die Mehrkosten für die Monatskarte betragen circa 20 Euro", sagte Ministeriumssprecher Steffen Wehner. Die Mehrkosten für die Länder als Besteller der zusätzlichen Züge beliefen sich auf rund 740 000 Euro für die Zeit bis zum nächsten Fahrplanwechsel am 10. Dezember 2016. Mecklenburg-Vorpommern trägt demnach den Löwenanteil mit rund 590 000 Euro. Schleswig-Holstein bezahle etwa 100 000 Euro, Hamburg etwa 50 000 Euro, sagte Wehner.

Mit dem jüngsten Fahrplanwechsel im Dezember 2015 hatten sich die Fahrtzeiten für mecklenburgische Pendler nach Hamburg teils erheblich verlängert. Berufstage für die Pendler dehnten sich zulasten des Familienlebens aus. Das hatte harsche Kritik von Betroffenen, dem Fahrgastverband Pro Bahn und der Opposition im Landtag hervorgerufen. Hintergrund für die Verschlechterungen waren Bahn-Bauarbeiten im Raum Hamburg und neue Fahrzeiten im Fernverkehr.