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Zwei Delikte in Vorpommern an einem Tag

Zwei Exhibitionisten treiben zurzeit in Vorpommern ihr Unwesen.
Zwei Exhibitionisten treiben zurzeit in Vorpommern ihr Unwesen.
Friso Gentsch

Die Polizei ist auf der Suche nach zwei Sittenstrolchen. Der eine hat sein Opfer zu sich gelockt. Der andere hat aus der Ferne gespannert.

Nichtsahnend und hilfsbereit ist eine Frau am Donnerstagnachmittag in Greifswald auf ein Auto zugeganen, dessen Fahrer nach dem Weg zum Bahnhof fragte. Doch gerade als sie dem circa 25-Jährigen antworten wollte, "zeigte er sich exhibitionistisch", wie die Polizei mitteilte. Die Tat habe sich gegen 16 Uhr in der Rubenowstraße ereignet.

Jetzt läuft die Fahndung nach einem schlanken circa 1,80 bis 1,90 Meter großen Mann. Zur Tatzeit trug er ein weißes T-Shirt und eine Sonnenbrille. Er war mit einem dreitürgen Opel Corsa mit abgedunkelten hinteren Seitenscheiben sowie schwarzem Kühlergrill unterwegs.

Ebenfalls am Donnerstag ist der Polizei ein weiterer Sittenstrolch in Prora auf Rügen gemeldet worden. Demnach hatten zwei Urlauber das schöne Wetter am FKK-Strand genossen, als sie bemerkten, dass ein Mann sie beobachtete. Er habe laut Polizeiangaben nackt in den Dünen am Waldrand gestanden und "deutlich wahrnehmbar sexuelle Handlungen an sich selbst vorgenommen."

Offenbar ist der Täter unter den Rügener Badegästen kein Unbekannter. So sind bei den Ermittlern Zeugenhinweise eingegangen, wonach der Mann "in den vergangenen Jahren des Öfteren gesehen" wurde. Der Strand-Spanner wird als 1,80 Meter groß mit stabiler Figur beschrieben. Er ist etwa 50 Jahre alt und hat kurzes helles Haar.

Zeugen, die Beobachtungen in einem der beiden Fälle gemacht haben, werden gebeten, sich an die Polizei unter der Telefonnummer 0395 5582 2224 oder an die Internetwache auf www.polizei.mvnet.de zu wenden.

Kommentare (2)

Also bitte lieber NK Redakteur Lutz Reuter, warum werden die zwei verdächtigen Personen schon als Sittenstrolche bezeichnet?? Oder gilt die Unschuldsvermutung hier nicht? Das ist doch aus journalistischer Betrachtungsweise sehr fragwürdig, das Sie eben jene Begriffe benutzen. Oder soll das jetzt speziell einige hundert Leser mehr anlocken?? siehe Rabauken-Jäger... Also bitte mehr Recherche und weniger Hype bei diesen Themen. Freundlichst Herr Hecht

Die Polizei sucht keine Sittenstrolche sondern Exhibitionisten. Wenn die Lokalzeitung die Exhibitionisten Sittenstrolche nennt wird die juristische Unschuldsvermutung weder angewandt noch aufgehoben. Exhibitionisten als Sittenstrolche zu bezeichnen ist eine Verharmlosung des Straftatbestandes Exhibitionismus.