René Domke, Landesparteivorsitzender der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, fordert eine saubere Differenzierung bei den Kr
René Domke, Landesparteivorsitzender der FDP in Mecklenburg-Vorpommern, fordert eine saubere Differenzierung bei den Krankenhauszahlen. Jens Büttner
Coronavirus

Zweifel an Klinik-Zahlen in MV wachsen

Die Corona-Zahlen werden immer weniger nachvollziehbar. Und das, obwohl doch wichtige Corona-Regeln auf diesen Daten basieren.
Schwerin

Wer mit einem Beinbruch ins Krankenhaus eingeliefert wird und bei dem dann nebenbei Corona festgestellt wird, treibt trotzdem die Hospitalisierungsrate in die Höhe. Und das hat dann wiederum großen Einfluss auf politische Entscheidungen hinsichtlich der einschränkenden Corona-Regeln. Mit anderen Worten: Es wird in den Statistiken offenbar nicht unterschieden, wer mit Corona und wer wegen Corona ins Krankenhaus muss.

Es müsse sauber differenziert werden

In Zahlen ausgedrückt für MV: Hier wurden mit Stand vom 25. Januar in der 2. und 3. Kalenderwoche insgesamt 275 Personen hospitalisiert, bei denen Corona festgestellt worden war. Allerdings waren davon lediglich 133 Personen (etwas über 48 Prozent) wegen einer Corona-Infektion in die Klinik gekommen.

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Vor diesem Hintergrund forderte René Domke, Fraktionschef der FDP im MV-Landtag, am Wochenende, dass in der Gruppe der positiv Getesteten noch einmal differenziert werden müsse – und zwar schleunigst. „Wenn die Hospitalisierungsrate nicht auf eine Folge einer Corona-Infektion zurückzuführen ist, dann muss hier nachgesteuert werden. Am Ende hängen zu wichtige Entscheidungen für das Leben der Menschen in diesem Land und für viele Branchen davon ab, als dass nicht sauber differenziert wird”, sagte Domke gegenüber dem Nordkurier. Es sei laut Domke wenig zielführend, wenn solche unplausiblen Werte herangezogen würden. „Das ist doch keine Datenvalidität, wie man sie bei solch weitreichenden Entscheidungen benötigt.”

 

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Kommentare (2)

Zweifeln an Zahlen, wenn jemand der mit Corona infiziert ist ins -Krankenhaus muss und wenn er sich " nur den Fuß gebrochen" hat, kommt er auf die Corona Station au welcher ein besonders strenges Hygiene Regime herrscht. Diese jetzt auch nur zu splitten ist werden Praxis gerecht noch verringert diese diese Hospitalisierung. Dieses Dummschwätzertum kann ich nicht mehr hören jeder Laie fühlt sich Epidemiologe und hat natürlich den Stein der Weisen. Die neue Variante scheint nicht so schwere Verläufe zu haben aber durch die Vielzahl der Menschen welche sich anstecken werden die Beten in den Krankenhäusern weiterhin gut belegt sein. Noch eine Zahl die Bestattungen haben im Jahr 2021 einen Höchststand erreicht vielleicht sollte da mal einer Hobby forschen.

Selbstverständlich muss differenziert werden, positiv bedeutet nicht gleich krank, dass getestet wird ist soweit richtig, aber dieser Patient kann nach seiner Behandlung in häusliche Quarantäne gehen. Es muss aufhören, jeden Positiven in die Hospitalisierungsrate aufzunehmen und nicht unnötig das System damit zu belasten, die ganze Wirtschaft und Menschen leiden unter diesen Blödsinn. Auch jemand der an Krebs gestorben ist und Corona positiv war, ist kein Corona Toter. Die Zahlen werden dadurch künstlich in die Höhe getrieben und die Allgemeinheit muss dafür bluten.