Das Geschäftsmodell von Billigstromanbietern war ins Wanken geraten, nachdem die Energiepreise an den Börsen in die
Das Geschäftsmodell von Billigstromanbietern war ins Wanken geraten, nachdem die Energiepreise an den Börsen in die Höhe schnellt waren. Fernando Gutierrez-Juarez
Energieversorgung

Zwielichtige Stromversorger sorgen weiter für Ärger

Offenbar Tausende Kunden sind sauer, weil ihr Billigstrom-Anbieter einseitig die Tarife erhöht hat und eine Kündigung nicht akzeptiert. Verbraucherzentralen haben eine Empfehlung.
Neubrandenburg

Bei den Verbraucherzentralen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg ist eigenen Angaben zufolge die Zahl der Beschwerden zu den Energieanbietern Voxenergie und Primastrom sprunghaft angestiegen. Bei den Beschwerden gehe es in der Regel darum, dass der vereinbarte Verbrauchspreis trotz Preisgarantie erhöht oder die monatliche Abschlagszahlung auf ein „exorbitantes Niveau” angehoben worden sei. Auch das gesetzlich bestehende Sonderkündigungsrecht, das Kunden bei Vertrags- oder Preisänderung zustehe, werde immer wieder ignoriert.

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Die Verbraucherzentralen raten Betroffenen, unzulässig überhöhte Forderungen nicht zu bezahlen. „Die Vielzahl der festgestellten Vertragsbrüche erfordert ein schnelles und wirkungsvolles Eingreifen der Bundesnetzagentur als zuständige Aufsichtsbehörde“, forderte Arian Freytag, Energieexperte der Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommern. „Allein bei den Verbraucherzentralen dürfte die Zahl der gemeldeten Fälle bei mehreren tausend liegen.“

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Freytag rät Betroffenen, Strafanzeige bei der Polizei zu stellen. Strafermittlungsbehörden müssten beurteilen, ob es sich bei diesen Vorgängen um Betrug handele und strafrechtlich relevantes Verhalten vorliege. Bereits im Januar hatte die Verbraucherzentrale Brandenburg den Billigstromanbieter abgemahnt. Gegenüber Nordkurier hatte Voxenergie nicht auf Fragen zu den Vorwürfen geantwortet. Das Geschäftsmodell von Billigstromanbietern war ins Wanken geraten, nachdem die Energiepreise an den Börsen in die Höhe schnellt waren.

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