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Neue Zukunftspläne für Darguns Schlossanlage

Aktionismus war gestern. Mit einer Perspektivplanung könnten mehr Spender gewonnen werden.

Den Wiederaufbau der Freitreppe zahlte der Förderverein. Sie führt ins Leere. Eine Perspektivplanung könnte so etwas verhindern.
Gerald Gräfe Den Wiederaufbau der Freitreppe zahlte der Förderverein. Sie führt ins Leere. Eine Perspektivplanung könnte so etwas verhindern.

Von wundersamen Geldvermehrungen liest man eigentlich nur im Märchen. Ob nun wundersam oder nicht, der Darguner Schlossverein könnte mehr Geld einwerben als bisher. Das glaubt zumindest sein Vorsitzender Frank Hamann. Fast 17 000 Euro an Spenden hat der Förderverein Kloster-/Schlosskomplex Dargun im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2012 eingeworben. Sollen es mehr werden, müssten die Stadtvertreter eine Idee mittragen. So glaubt es jedenfalls der Vereinsvorsitzender.

Denn die Zeit der finanziellen Unterstützung einzelner Maßnahmen in der denkmalgeschützten Anlage ist vorbei. Aus den Schweriner Amtsstuben wurde mitgeteilt, dass man eine langfristige Perspektivplanung von den Dargunern erwartet. Eine Forderung, mit der sich Hamann gut anfreunden kann. Denn mittels einer über vielleicht zehn Jahre angelegten Zukunftsplanung für das gesamte Ensemble könne der Förderverein auch effektiver Förderer gewinnen, ist er überzeugt.

Die Spendeneinwerbung, ist „wichtigster Punkt der Arbeit“ der 69 Vereinsmitglieder, war auf der Jahresmitgliederversammlung zu hören. Dank der Jagdgenossenschaft Dargun (6000 Euro), der kreislichen Deponiegesellschaft OVVD in Briggow (5000 Euro), der Darguner Käserei ZMV (1000 Euro) und des Beitrages der Stadt Dargun (2400 Euro) kamen mit weiteren Mitgliedsbeiträgen an die 17 000 Euro zusammen. Dem standen nur etwas über 200 Euro an Ausgaben entgegen. Denn der Förderverein erlebte ebenso wie die ganze Stadt einen unerwarteten Glücksfall: Über die EU und zwei private Stifter, über die Kirche und den Landkreis konnte die Finanzierung der Decke für die Klosterkirche vollständig gesichert werden. So können nun 8000 Euro aus dem rund 21 000 Euro umfassenden Vereinsvermögen für die Sicherung und teilweise Wiederherstellung eines farbigen Fassadenputzes am Ostflügel ausgegeben werden. Dieses Vorhaben kostet insgesamt 21 000 Euro. Für Hamann Beleg dafür, dass sein Verein seit 22 Jahren ein „konstanter und verlässlicher Kofinanzierer von Maßnahmen in der Anlage“ ist.

Das wolle man natürlich auch weiterhin bleiben. Doch bedarf es dazu eben der Perspektivplanung. Stadtvertretervorsteher Wilfried Hoebel (SPD) vernahm diesen Wunsch.

Der Förderverein soll doch einmal die Vorteile einer mittelfristigen Planung den Stadtvertretern vorstellen, lud er den Vereinsvorsitzenden sogleich ein. Denn dann könnten im Rahmen der laufenden Haushaltsplanung für das Jahr 2014 vielleicht auch noch Finanzen für die Erstellung einer solchen Perspektivplanung eingestellt werden.