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Hilfe auf der Suche nach Wegen aus der Armut

Stolz präsentiert Kirum Barjo (links) seinen neuen Fahrschulraum im CTC Bano.
Stolz präsentiert Kirum Barjo (links) seinen neuen Fahrschulraum im CTC Bano.
Andreas Schröder

Damit das Volk der Adivasi in Indien endlich menschenwürdig leben kann, legt sich der Verein der Ziddorfer Wassermühle richtig ins Zeug: Ausbildung heißt wie so oft auch hier das Zauberwort.

Was verbindet das kleine Ziddorf mit dem Volk der Adivasi in Indien? Die Adivasi sind Ureinwohner Indiens, die in kleinbäuerlichen Verhältnissen in ländlichen Regionen der Bundesstaaten Jharkhand, Orissa und Westbengalen leben. Sie können nicht mehr allein von der Landwirtschaft existieren. Mangelnde Schulbildung, fehlenden Ausbildungs- und Arbeitsplätze führen zur Perspektivlosigkeit.

Immer mehr Adivasi zieht es in die Großstädte, wo sie auf der Straße leben und sich als Tagelöhner verdingen. Der Verein Wassermühle Ziddorf e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Adivasi zu unterstützen, sich Alternativen in ihren Heimatdörfern zu schaffen. Da konnte er auf Hilfe von Partnern aus der Region rechnen. So führt der Verein seit 2010 die Arbeit der Entwicklungspolitischen Gesellschaft weiter, die neun kleine Ausbildungszentren (Craftsmen Training Centers – CTCs) nach dem Meister-Lehrling-Prinzip gegründet hat. Bei der Ausbildung in den CTCs erlernen die Jugendlichen technische, handwerkliche und berufliche Fähigkeiten, mit denen sie später in der Landwirtschaft, im Handwerk oder im Gesundheitswesen arbeiten können. Der Verein Wassermühle Ziddorf unterstützt dies. So hat er 2011 und 2012 die Ausbildung von Adivasi in Deutschland organisiert.

Vor Kurzem reiste Andreas Schröder, stellvertretender Vorsitzender des Vereins Wassermühle Ziddorf, nach Ranchi, der Hauptstadt des Bundesstaates Jharkhand. Dort besuchte er die von der Wassermühle Ziddorf unterstützten Projekte. So das kleine Ausbildungszentrum in Bano. Hier konnten ein mit Spenden finanziertes Werkstattgebäude mit Fahrschulraum in Betrieb genommen und ein weiteres Fahrschulauto angeschafft werden. „Neben jungen Männern haben auch schon einige Frauen die Fahrschulausbildung absolviert“, erzählt Schröder.

 

Der Verein finanziert seine Hilfe aus Spenden, die ausschließlich für die Adivasi eingesetzt werden. Wer helfen möchte: Stichwort „Indienhilfe“, Konto 760000131 des Wassermühlen-Vereins bei der OSPA, BLZ 13050000.