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Mit Baumwollzelt auf Abenteuertour

Der Anfang ist getan: Am Sonnabend trafen sich erstmals Darguns künftige Pfadfinder. Foto: Gerald Gräfe
Der Anfang ist getan: Am Sonnabend trafen sich erstmals Darguns künftige Pfadfinder. Foto: Gerald Gräfe

Christliche Werte möchte der Darguner Gemeindepädagoge über die Pfadfinder vermitteln.

Timo Haunschild war erst einmal zufrieden mit dem Echo auf seine Einladung. Gut zehn Kinder und einige Eltern habendiese nämlich angenommen. Der Gemeindepädagoge möchte fortan die Christenlehre in den vier Kirchgemeinden des Pfarrsprengels Dargun als Pfadfinderarbeit gestalten. Quasi mit Lagerfeuerromantik und der Vermittlung christlicher Wertvorstellungen will der Mann „punkten“.

„Ohne Abenteuer wäre das Leben tödlich langweilig“, so empfindet es jedenfalls der dreifache Familienvater. Ergo versuchten sich die Neugierigen am Wochenende im Zusammenknüpfen eines Baumwollzeltes, im zünftigen Gruß und im Gesang der im Jahr 1907 begründeten Pfadfinder.

Die „Wölflinge“ ab 6 Jahren und die Jungpfadfinder bis 16 Jahre lädt Haunschild zu wöchentlichen Treffs ein: dienstags im Pfarrhaus von Levin, mittwochs in Dargun. Und wenn sich daraus ein Pfadfinderstamm entwickeln sollte, dann könnten dessen Sippen auch in Brudersdorf und Groß Methling ansässig werden, blickt der Gemeindepädagoge schon einmal bedächtig voraus, denn „es muss alles aus dem Kleinen heraus wachsen“. Dafür sucht er indes auch Erwachsene als Ranger. Denn generationsübergreifend und in demokratischer Selbstbestimmung soll nach dem richtigen Weg, sprich dem Pfad für das eigene Leben gesucht werden.

Ach so, auf die Pfadfindertücher und vor allem auf deren sonstige Kluft mit Hemd und Messer soll vorerst verzichtet werden: „Jeder kann mit den Klamotten kommen, in denen er möchte“, sagt der Gemeindepädagoge. Denn Timo Haunschild weiß auch, die bei ihrer Gründung vor über 100 Jahren pazifistisch angelegte Pfadfinderidee mit diesen Symbolen wurde „in folgenden politischen Systemen missbraucht“.