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Ralf Bartels plant mehr Zeit für Stavenhagen ein

Interessiert betrachtet Ralf Bartels die Laterne, die er am Mittwoch als Ehrengeschenk überreicht bekam.
Interessiert betrachtet Ralf Bartels die Laterne, die er am Mittwoch als Ehrengeschenk überreicht bekam.
Eckhard Kruse

Der Kugelstoßer und Stavenhagener Ehrenbürger bekommt ein großes Dankeschön zum Karriereende.

Die letzte Kugel hat sich Ralf Bartels schon gegönnt. Der Stavenhagener Ehrenbürger und Weltklassekugelstoßer kämpfte sich im September in Berlin auf den fünften Rang. Damit beendete er seine Karriere als Weltklassekugelstoßer, die ihm Erfolge als Europameister, WM-Dritter und vielfacher Deutscher Meister bescherte.

Ralf Bartels ist ziemlich froh, dass er nicht mehr so im Rampenlicht steht. Er freut sich auf das Mehr an Zeit, das er mit Frau und Kind in Neubrandenburg verbringen kann. Weil sein Terminkalender jetzt nicht mehr so strapaziert ist, will er öfter mal in die Stadt kommen, in der er aufgewachsen ist. „Das war vorher oft schwierig“, erinnert sich der 35-Jährige. Er will weiterhin den Kontakt halten – und vielleicht hin und wieder seine Heimatstadt unterstützen.

So wie es Stavenhagen seinerzeit getan hat. Sie sponserte ihn im Jahr 2006 mit 10 000 Euro, drei Jahre zuvor hatte sie den international bekannten Athleten zum Ehrenbürger ernannt.

Am Mittwoch wurde Bartels erneut in der Reuterstadt geehrt. Die Stavenhagener Linke überreichte ihm das „Präsent des Monats“. Dabei machte die Partei ausdrücklich eine Ausnahme. Denn mit der Aktion sollten eigentlich nur Menschen geehrt werden, die im Hintergrund aktiv sind. Das trifft für Bartels zwar nicht zu. Doch für alle war klar, dass auch dem Botschafter der Stadt zum Karriereende diese Ehre gebührt. Klaus Salewski dankte ihm für alle seine Erfolge auf nationaler und internationaler Bühne.

Ralf Bartels hat mittlerweile ein Trainer-Studium aufgenommen. Ab kommender Woche wird er als Bundeswehr-Angestellter im Nachwuchsbereich des SCN arbeiten.