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Rathaus bekommt trockene „Füße“

Tonnenweise Sand wurde in den Keller des Teterower Rathauses geschaufelt. Bekommt es etwa einen Indoor-Sandkasten? Nein. Sanierungsarbeiten sind der Grund.

Dan Schünemann von einer Neubrandenburger Firma für Sicherungssysteme baut die Einbruchmeldeanlage in die frisch sanierten Räume im Rathauskeller ein.
Caroline Schiko Dan Schünemann von einer Neubrandenburger Firma für Sicherungssysteme baut die Einbruchmeldeanlage in die frisch sanierten Räume im Rathauskeller ein.

Zwanzig Jahre ist es her, dass das Teterower Rathaus von Grund auf saniert wurde. „In dieser Sturm-und-Drang-Zeit nach der Wende sind leider auch Fehler gemacht worden“, meint Uwe Rethmeyer, stellvertretender Bürgermeister. Früher sei der Keller, in dem sich u.a. das Bürgerbüro befindet, eine Küche gewesen. Bei dem Umbau in Büroräume sei damals nicht ausreichend auf das Problem mit der Feuchtigkeit eingegangen worden, so Rethmeyer. Mit den Jahren nahm die Feuchtigkeit in den Räumen zu. Hinzu kamen Schimmelgerüche. Auswirkungen auf die Gesundheit der Mitarbeiter habe es bisher nicht gegeben, doch es musste etwas geschehen. „Es waren einfach keine guten Arbeitsbedingungen“, meint Rethmeyer.

Nun werden zwei der Kellerräume saniert. Boden, Decken und Wände trockengelegt, gedämmt und abgedichtet. Zudem wurde gleichzeitig die Elektrik erneuert, alles verputzt und mit frischer Farbe an der Wand strahlen die beiden Zimmer bald wie neu.

Im nächsten Jahr sollen dann zwei weitere Räume diese „Rund-um-Instandsetzung“ erfahren, sagt der stellvertretende Bürgermeister unter Vorbehalt. „Es kommt natürlich immer auf die Haushaltslage an.“

Die Kosten für die derzeitigen Bauarbeiten belaufen sich auf rund 15 000 Euro. Ebenso auf der Wunschliste steht noch die Instandsetzung der Fenster im Rathaus. Durch die Denkmalpflege bedeute dies aber strenge Vorgaben und höhere Kosten.