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Schon wieder ein Total-Ausfall

Mit seiner Technik hat der Malchiner Stadtbauhof in diesem Jahr kein Glück. Erst bleibt die Kehrmaschine liegen, nun ist auch noch ein Kompakttraktor kaputt. Besonders die Anwohner am Zachow bekommen die erneute Panne zu spüren.

Der Stadtbauhof hat die Straßenreinigung nach dem Totalausfall der Kehrmaschine wieder im Griff. Ärger gibt es nun aber schon wieder an einer anderen Front. Vor allem im Wohngebiet am Zachow sind einige Anwohner derzeit nicht gut auf den Bauhof zu sprechen. Grund sind einige ziemlich wild aussehende Sträucher. Der Bauhof kommt mit dem Heckenschnitt einfach nicht mehr nach. „Wir können nur noch mit der Hand schneiden, da unser Traktor, den wir sonst einsetzen, ausgefallen ist“, sagt Bauhof-Chef Andreas Mohrholz. Das zwölf Jahre alte Gerät hat einen Motorschaden. Eine Reparatur lohnt sich nicht mehr. Schnelle Hilfe ist erst einmal nicht in Sicht. Zwar werde derzeit eine Ausschreibung für einen Kompakttraktor vorbereitet. Doch bevor der dann auf dem Hof steht, werden wohl noch einige Monate vergehen.

Genauso bis eine neue Kehrmaschine angeschafft werden kann, mit der die Stadt nun im Mai oder Juni kommenden Jahres rechnet, wie Bürgermeister Jörg Lange ankündigt. Zurzeit setzt der Bauhof einen gemieteten Straßenfeger ein. Der schafft zwar auch alle Straßen, die sein Vorgänger kehrte, aber bringt trotzdem nicht die gewünschte Leistung. Es handele sich mehr um eine Kehrmaschine für Boulevards. „Richtige“ Straßenkehrer seien wegen der Aufräumarbeiten nach den Flutwochen an der Elbe derzeit kaum zu bekommen, berichtet Andreas Mohrholz. Der nun durch Malchin kurvende „Mietbesen“ hinterlasse stets einen Kehrstreifen. Mohrholz spricht auch von einer „Kartoffelfurche“ – soll heißen: Die Maschine ist längst nicht so gründlich, wie sie es auf Malchins Straßen sein müsste. Beschwerden gebe es deshalb aber keine mehr, erklärt der Stadtbauhof-Chef.

Mohrholz will nun versuchen, dass der Bauhof für die Stadtreinigung ein Vorführgerät bekommt und nicht auf ein neues Fahrzeug warten muss. Das gehe nicht nur schneller, sondern sei vielleicht sogar preiswerter.

Welches Gerät nun als nächstes den Dienst quittiert, lasse sich noch nicht abschätzen. Einige Schneidwerke seien in die Jahre gekommen. Doch zumindest dafür sei schon Ersatz geplant.