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Teterow: Center öffnet in drei Wochen

Endspurt ist angesagt beim Bau des neuen Einkaufszentrums am Fischersteig in Teterow.
Endspurt ist angesagt beim Bau des neuen Einkaufszentrums am Fischersteig in Teterow.
Simone Pagenkopf

Am Fischersteig in Teterow ist Endspurt angesagt. Zehn Geschäfte wollen hier ihre Türen öffnen. Die Planer teilen Befürchtungen nicht. Sie sehen eine Magnetwirkung auch für die Innenstadt.

Eröffnung im Herbst 2013. Das Ziel gab Peter Dölitz, Projektentwickler von der Confidia Bauen+Wohnen GmbH, vor gut einem Jahr vor. Und zwar beim Baustart für das neue Einkaufszentrum am Fischersteig in Teterow. Jetzt steht der Eröffnungstermin fest: 7. November. „Es war nicht ganz einfach, aber wir haben doch eine schöne Mischung hinbekommen“, blickt Bernhardt Kutzner-Gabriel, der den Bau von Anfang an betreute, über das Areal, auf dem Endspurt angesagt ist. Der Rewe-Markt ist fertig. Als sogenannter Ankermarkt bezieht er mit 1800 Quadratmetern die größte Verkaufsfläche. Dazu kommen Filialen der Drogeriekette dm, der Textilmärkte Takko, Ernstings family und NKD, des K+K Schuh-Centers, Xbags, des Haushaltsdiscounters Mäc-Geiz und von Vodafone.

Das Einzelhandelsgutachten für die Bergringstadt ließ ein solches Einkaufszentrum mit insgesamt gut 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche zu. Auch wenn der Einzelhandelsverband Nord massive Bedenken anmeldete (der Nordkurier berichtete). In der Stadt indes mehren sich ob dieser Ausmaße arge Befürchtungen, die Innenstadt könne veröden, statt dass das Center sie bereichert. Nicht nur Geschäftsleute machen sich Sorgen. Auch Anlieger am Fischersteig, die das neue Center täglich wachsen sehen, fragen, ob hier nicht doch besser Platz für Wohnhäuser gewesen wäre.

Die Weichen wurden indes schon vor Jahren gestellt. Es gab mehrere Anläufe, aus der einstigen Industriefläche einen Handelsplatz zu machen. Verschiedene Investoren scheiterten allerdings. Über sechs, sieben Jahre funktionierte nichts, bis im vergangenen Jahr noch einmal eine neue Planung aufgelegt wurde. Bernhardt Kutzner-Gabriel teilt die Befürchtungen nicht. „Das Objekt befindet sich immer noch in der Stadtmitte. Wir leben nicht auf einer Insel. Von der Magnetwirkung des Centers wird die Stadt profitieren. Es wird viele von außerhalb ziehen“, meint er. Und zeigt sich überzeugt, dass auch leer gezogene Geschäfte, wie dann durch den Umzug von Ernstings family aus der Malchiner Straße zum Fischersteig, neu belebt werden können, dass sich dafür Nischen auf tun. „Aber das kriege ich nur hin, wenn ich Leute in die Stadt kriege, wenn sie lebt.“