An der Neubrandenburger Montagsdemonstration beteiligten sich diesmal etwa 100 Leute.
An der Neubrandenburger Montagsdemonstration beteiligten sich diesmal etwa 100 Leute. Felix Gadwewolz
Es ging dabei nicht ausschließlich um das Thema Corona.
Es ging dabei nicht ausschließlich um das Thema Corona. Felix Gadwewolz
Eine Mahnwache aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine fand in der St. Marienkirche Pasewalk statt.
Eine Mahnwache aus Protest gegen den Krieg in der Ukraine fand in der St. Marienkirche Pasewalk statt. Fred Lucius
Geringe Beteiligung

▶ Regen und Sturm trüben Lust auf Corona-Demo

In einigen Städten sind die Montagsdemos diesmal ganz abgesagt worden, in anderen waren deutlich weniger Teilnehmer unterwegs. Auch Russlands Krieg in der Ukraine war Thema einiger Veranstaltungen.
Neubrandenburg

Nach Polizeiangaben sind nur etwa 165 Menschen am Montagabend durch Neubrandenburg gelaufen, um unter anderem gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Damit ist Zahl weiter rückläufig, vergangene Woche hatte die Polizei noch 460 Teilnehmer gezählt. Die Demonstranten liefen am Abend vom Neubrandenburger Marktplatz aus durch die Innenstadt über die Demminer Straße ins Reitbahnviertel und ins Vogelviertel.

Auch andere Themen im Fokus

Wie bereits in den vergangenen Wochen waren es nicht alleine die Corona-Maßnahmen, die die Teilnehmer auf die Straße trieben. Auch Themen wie der Krieg in der Ukraine und die hohen Benzinpreise wurden thematisiert. Auf einem Transparent wurde „eine staatliche Gesundheitsvorsorge ohne Profit” gefordert.

 

In einigen Städten wie Anklam oder Waren waren die Demonstrationen an diesem Montag bereits im Vorfeld abgesagt worden. In anderen Städten der Seenplatte fanden zwar Aktionen statt, aber mit weitaus geringerem Zuspruch. Nach Angaben von Polizeisprecher Alexander Gombert hatten sich in Neustrelitz 100, in Malchow 40 und in Röbel 30 Menschen versammelt. Dort fiel der geplante Umzug aus, die Kundgebung auf dem Markt wurde zeitig beendet.

In Teterow fand zwar ein „Montagsspaziergang“ statt, aber bei stürmischem Wind und Dauerregen fiel die Beteiligung so bescheiden aus wie noch nie. Fünfzehn Männer und Frauen versammelten sich vor dem Hechtbrunnen, um für Frieden und gegen die Corona-Politik von Bund und Land zu protestieren.

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Einen „Spaziergang” durch die Stadt gab es trotzdem. Allerdings wurde dieser nur in der Malchiner Straße von der Polizei begleitet, danach setzten die Teilnehmer ihren Rundgang auf dem Gehweg und ohne die Eskorte durch die Ordnungshüter fort.

Mahnwache gegen Krieg in Pasewalk

Auch in Pasewalk und Penkun versammelten sich am Abend nur wenige Bürger, um gegen die Corona-Maßnahmen zu protestieren. Mehr Zulauf erhielt die vierte Mahnwache in der Pasewalker St. Marienkirche am Montagabend. Die Teilnehmer zeigten sich schockiert von den jüngsten Kriegsbildern aus der Ukraine. Kerstin Seeger vom Bündnis „Pasewalk hilft!“ sagte, jeder, der jetzt noch die russische Position verteidige, sei kein Menschenfreund. Die Gräueltaten seien durch nichts zu entschuldigen. Es sei wichtig, weiterhin Zeichen gegen den Krieg zu setzen.

 

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