Sie konnte leider nicht selbst dabei sein: Judith Rakers muss für diesen „Wunderschön“-Dreh improvisiere
Sie konnte leider nicht selbst dabei sein: Judith Rakers muss für diesen „Wunderschön“-Dreh improvisieren. Bastian Straschewski
Amüsiert beobachten die Kameraleute, wie Friedemann Henschel seine „dicken Damen” aufbaut.
Amüsiert beobachten die Kameraleute, wie Friedemann Henschel seine „dicken Damen” aufbaut. Silke Voß
Stimmungsvolle TV-Bilder entstanden, als Fresschen, Stampfer und andere Kamerunschafe dem Keramiker Friedemann Henschel in Pan
Stimmungsvolle TV-Bilder entstanden, als Fresschen, Stampfer und andere Kamerunschafe dem Keramiker Friedemann Henschel in Panschenhagen buchstäblich aus der Hand fraßen. Silke Voß
Die meisten kennen Judith Rakers von der ARD Tagesschau. Die beliebte Blondine ist aber unter anderem auch für das Reisem
Die meisten kennen Judith Rakers von der ARD Tagesschau. Die beliebte Blondine ist aber unter anderem auch für das Reisemagazin „Wunderschön” unterwegs – wie jetzt an der Seenplatte. Angelika Warmuth
TV-Reisemagazin

„Wunderschön“ in der Seenplatte – doch ohne Judith Rakers

Für das Reise-Magazin „Wunderschön” mit Judith Rakers wird derzeit in der Seenplatte gedreht. Doch die beliebte „Tagesschau”-Sprecherin ist gar nicht dabei. Warum?
Panschenhagen

Dieses Gesicht kennt ganz Deutschland: Um 20 Uhr ist Judith Rakers allabendlich in vielen deutschen Wohnstuben zu Gast, zumindest, wenn die „Tagesschau“ über die Mattscheibe flimmert.

Doch eigentlich ist Deutschlands vielleicht beliebteste Moderatorin in diesen Tagen live in der Seenplatte unterwegs: Als Reporterin mit dem roten Rucksack für das Reise-Magazin „Wunderschön“, das zwischen Zillertal, Kuba und der Toscana hautnah über andere Länder und Sitten berichtet. Die charmante Blondine mit nachweislichem Faible für andere Regionen und ökologisches, bäuerliches Wirtschaften hat für WDR und NDR den Nordosten besucht.

Krankheit bringt Drehplan durcheinander

Das Kamerateam um den Österreicher Andreas Schlosser hat sich dafür schon mal auf Recherche begeben, sammelt O-Töne und „pflückt“ schöne Bilder am Wegesrand. Mit der „Katze“ – so nennen Fachleute den großen tondämpfenden Puschel an der Filmkamera – fiel das Dreier-Team bereits auf dem zen-tral-mecklenburgischen Töpfermarkt in Teterow auf, wo stimmungsvolle Szenen für die Sendung gedreht wurden. Neugierig geworden, hat die Dreh-Crew dann auch den Keramiker Friedemann Henschel direkt in seiner urigen Panschenhagener Werkstatt besucht und bei der Arbeit begleitet.

Nur: Wo war die Hauptperson Judith Rakers selbst? „Eine Corona-Erkrankung der Moderatorin und des ganzen Teams hat unseren Zeitplan etwas durcheinandergebracht“, erklärt Andreas Schlosser. „Wir müssen deshalb binnen kurzer Zeit einen strammen Drehplan absolvieren und an vielen Orten ohne Judith Rakers auskommen.“ Die Kommentare der Reisereporterin würden dann extra eingeblendet. „Nur an einigen Stationen vor allem in der Feldberger Seenlandschaft wird sie selbst dabei sein können“, bedauert der Regisseur.

Diese Änderung soll der beliebten Serie, die reizvolle Gegenden zwischen Lago Maggiore und Lüneburger Heide aufspürt, aber keinen Abbruch tun. „Wir werden die Sendung genau so drehen, als wäre sie dabei gewesen.“

Erst auf die Weide, dann in den Keramikkeller

Lustig ging es auch ohne die charismatische TV-Frau in Panschenhagen zu. Die Kameraleute folgten dem Keramiker auf die Weide zu seinen Kamerun-Schafen Olga, Fressi, Stampfer und Wladimir, die „Herrchen“ den Zwieback ungeduldig aus den Händen rissen. Anschließend ging es in den Keramikkeller, um zu sehen, wie die „dicken Damen“ der Henschelschen Tonkunst „geboren“ werden. Für alle zu sehen sein soll das Resultat dann am 2. Oktober ab 20.15 Uhr in NDR und WDR. Zusammen mit weiteren filmgewordenen Eindrücke des „Wunderschön“-Teams: Von den „Mirokesen“ in Mirow, Rangern im Müritz-Nationalpark oder vom Hausboot unterwegs in Richtung Neustrelitz.

Eine Redakteurin hatte bereits Vorrecherchen getroffen aufgrund von Empfehlungen etwa des Tourismusverbandes oder Regionalreiseführern wie der „Odyssee“, erläutern die Filmleute die Auswahl. „Wichtig sind uns die Menschen“, erzählt Andreas Schlosser, in dessen Portfolio Langzeitdokumentationen wie Reisen oder auch Porträts (etwa über Gerard Depardieu) gehören. Trotzdem er mit der Seenplatten-Reise bereits die 70-Länder-Marke geknackt habe, zeigt er sich beeindruckt von Land und Leuten in Mecklenburg.

„Erstaunlich und bewundernswert, wie sehr hier auf den Schutz der Landschaft geachtet wird“, so seine Erfahrung. „Wir dürfen zum Beispiel nicht überall mit der Drohne drehen, um die Natur nicht zu stören.“ Auch gebe es „sehr viele hübsche Orte mit alter Bausubstanz, die nicht gleich weggekehrt wurde so wie in den alten Bundesländern.“ Und erst die Menschen! „Irgendwie knorrig“, beschreibt der Regisseur zum Beispiel den Drehbrückenwärter von Malchow. „Die Leute sind sehr eigen und scheinen in einer ganz eigenen Welt zu leben. Es ist zu beneiden, in welch einem Paradies sie hier leben dürfen.“

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