Knapp 400 Menschen zogen durch die Neubrandenburger Innenstadt.
Knapp 400 Menschen zogen durch die Neubrandenburger Innenstadt. Felix Gadewolz
Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Montagabend in Neustrelitz
Mehrere hundert Menschen demonstrierten am Montagabend in Neustrelitz Tobias Lemke
In Neubrandenburg demonstrierten schätzungsweise 300 Menschen.
In Neubrandenburg demonstrierten schätzungsweise 300 Menschen. Felix Gadewolz
In Teterow kamen etwa 60 Menschen zusammen.
In Teterow kamen etwa 60 Menschen zusammen. Nadine Schuldt
Die Polizei stoppte für die Demonstration den Verkehr auf dem Ring in Neubrandenburg.
Die Polizei stoppte für die Demonstration den Verkehr auf dem Ring in Neubrandenburg. Felix Gadewolz
In Neubrandenburg zog die Demo unter anderem über den Ring.
In Neubrandenburg zog die Demo unter anderem über den Ring. Felix Gadewolz
Demos

▶ Merklicher Zulauf bei Montags-Protesten im Osten Mecklenburgs

Der Zulauf zu Demonstrationen am Montagabend wächst auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder. In Neubrandenburg und Neustrelitz kamen auf Anhieb jeweils hunderte Menschen.
Neubrandenburg

Die montägliche Protest-Demonstration in Neubrandenburg hat in dieser Woche merklichen Zulauf erhalten - ebenso wie weitere Veranstaltungen dieser Art, unter anderem in Neustrelitz, Torgelow und Teterow. Ersten Schätzungen zufolge kamen auf dem Markt in Neubrandenburg etwa 300 Menschen zusammen, die Polizei sprach später von 385 Teilnehmern während des Umzugs. In Neustrelitz waren es etwa 400 Menschen, dort war es die erste Demo seit längerer Zeit. In Teterow demonstrierten etwa 60 Menschen.

[Video]

Mehr lesen: Tausende protestieren bei "Montagsdemos" in Leipzig

Protest in Neubrandenburg ohne parteipolitischen Hintergrund

Bei den ursprünglich mit Protest gegen die Corona-Politik groß gewordenen Demonstrationen gehe es nur noch am Rande um die Pandemie und deren Maßnahmen, hieß es von den Veranstaltern. Nunmehr stehe „der Zusammenhalt in der Gesellschaft” im Mittelpunkt, meinte einer der Organisatoren.

Die Teilnehmer liefen am Montagabend vom Marktplatz aus über die Demminer Straße ins Reitbahnviertel und wieder zurück. In den vergangenen Tagen hatten unter anderem Politiker der AfD und der Partei „Die Linke“ bundesweit zur friedlichen Teilnahme aufgerufen.

„Wir bleiben weiter unabhängig von Parteien“, sagten die Neubrandenburger Organisatoren. Den Grund für die erhöhte Teilnehmerzahl verorten sie eher bei der Unternehmerschaft aus der Region, von der sich vergangene Woche knapp 80 Selbstständige getroffen und ihren Unmut zur aktuellen politischen Lage geäußert hatten. Dort waren sie explizit zur Teilnahme an den montäglichen Demos eingeladen worden.

Erste Demo seit Langem in Neustrelitz

Auch auf dem Markt von Neustrelitz hat am Montagabend erstmals seit dem Frühjahr wieder eine Protest-Demonstration stattgefunden. In den vergangenen Monaten war mit den zuletzt vor allem gegen die Corona-Maßnahmen und später gegen die deutsche Ukraine-Politik gerichteten Demos pausiert worden.

Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 400 Personen. Große Redebeiträge seien für den Abend nicht angekündigt, hieß es von den Veranstaltern. Es gehe erstmal darum, wieder warm zu werden und ein Zeichen zu setzen, so Versammlungsleiterin Jacqueline Koch. Nur wenige Teilnehmer hielten Schilder oder Fahnen in die Luft – unter anderem war aber eine Russlandfahne zu sehen.

Rund 60 Demonstranten in Teterow

In Teterow zählte der Nordkurier vor Ort 59 Teilnehmer. Erst gab es Reden auf dem Markt, dann zogen die Leute durch die Teterower Innenstadt. Die Themen drehten sich unter anderem um eine Öffnung von Nord Stream 2 und Kritik am Entlastungspaket der Bundesregierung.

Vor allem die Politik der Grünen wurde mit Blick auf den Ausbau von Erneuerbaren Energien kritisiert. "Sie können ein Zukunftsmodell sein, aber man sollte sie Schritt für Schritt ausbauen und nicht Knall auf Fall", meinte etwa Veranstaltungsleiter Rainer Weschke.

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