LIEBESGESCHICHTE AUS MALCHOW

100 Rosen für die schöne Steuerfrau

Für jung Verliebte hängt der Himmel oft voller Rosen. Stefan aus Malchow setzte dieses geflügelte Wort für seine Janet jetzt in die Praxis um. Eine kleine Liebesgeschichte.
Der Strauß mit 100 Rosen auf dem Tisch des Fahrgastschiffes ist nicht die erste Überraschung, die Stefan seiner Janet bereitete.
Der Strauß mit 100 Rosen auf dem Tisch des Fahrgastschiffes ist nicht die erste Überraschung, die Stefan seiner Janet bereitete. Frank Wilhelm
Malchow ·

Als Janet Wiegand dieser Tage die Tür zum Motorschiff „Stadt Malchow“ aufschloss, stand auf einem der Tische im Fahrgastraum des am Bollwerk in Malchow festgemachten Schiffes ein Strauß voller Rosen. 100 Stück genau, strahlend in allen möglichen Farben. Solch ein Strauß zaubert natürlich jeder Frau ein Lächeln ins Gesicht, auch der 38-Jährigen Steuerfrau, deren Berufsbezeichnung eigentlich Steuermann ist. In der Schifffahrt haben sich die weiblichen Titel für die verschiedenen Tätigkeiten noch nicht durchgesetzt. Aber das nur nebenbei.

Himmelblauen Augen

Die Hauptsache ist natürlich das Glück von Janet Wiegand. Ein Glück, das so ausstrahlt, dass sie sich gleich einen zufällig auftauchenden Reporter des Nordkurier schnappte, um die Geschichte ihrer Liebe zu erzählen. Vor etwa einem halben Jahr lernte sie ihren Freund, Stefan aus Malchow, kennen. Er arbeitet in Waren als Betreuer.

Stefan ist ein Bekannter ihres Chefs, des Reeders Mike Pickran. Als Stefan die attraktive Blondine sah, war er offensichtlich gleich gefangen von ihren himmelblauen Augen. Jedenfalls kontaktierte er Janet über Facebook. Auch bei ihr hat es schnell gefunkt.

Dankeschön an den Liebsten

„Wir mögen uns beide sehr“, sagt sie. Die 100 Rosen sind nicht die erste Überraschung, die ihr Stefan bereitet hat. Immer mal wieder denkt er sich etwas aus. Vor einigen Wochen hat er beispielsweise Blumen rund um ihr Auto verteilt. Sie hat sich auch schon mehrfach revanchiert, beispielsweise mit Bildern an seinem Bootsschuppen, der sich in der Nähe des Liegeplatzes der Pickrahn-Schiffe befindet. Ihre nächste Überraschung soll der Nordkurier-Artikel sein, den Sie gerade lesen. Die Zeilen versteht Janet Wiegand auch als Dankeschön an ihren Liebsten.

Zum großen Glück fehlt nun doch eigentlich nur noch ein Heiratsantrag, oder? Janet Wiegend schmunzelt und meint: „Schau‘n wir mal, wo die Reise hingeht.“ Typisch Steuerfrau halt. Falls sich ihr Stefan durchringt, würde sie auf jeden Fall ernsthaft über den Antrag nachdenken, sagt sie. Noch wohnt Janet im brandenburgischen Wittstock. Täglich pendelt sie – 50 Kilometer hin, 50 Kilometer zurück. „Aber Stefan ist der erste Mann, für den ich auch umziehen würde.“

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