NACH INSOLVENZ

13 Jahre alte Gammel-Milch lässt flaschenweise grüßen

Eine Lagerhalle in Stavenhagen ist stark einsturzgefährdet, Anwohner sind vom Anblick genervt. Ganze Paletten Milch wurden dort scheinbar vergessen.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Auf den Kisten mit der Gammelmilch in der halb eingestürzten Lagerhalle ist deutlich die Aufschrift „Weise“ zu lesen. Das Unternehmen meldetet vor 13 Jahren Insolvenz an. 
Auf den Kisten mit der Gammelmilch in der halb eingestürzten Lagerhalle ist deutlich die Aufschrift „Weise“ zu lesen. Das Unternehmen meldetet vor 13 Jahren Insolvenz an. Eckhard Kruse
Wild durcheinander liegen Flaschen und Kisten.
Wild durcheinander liegen Flaschen und Kisten. Eckhard Kruse
Das Verfallsdatum der Kakao- und Vanillemilch ist schon seit 13 Jahren abgelaufen. Das kaputte Hallendach gibt nun den Blick darauf frei.
Das Verfallsdatum der Kakao- und Vanillemilch ist schon seit 13 Jahren abgelaufen. Das kaputte Hallendach gibt nun den Blick darauf frei. Eckhard Kruse
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Stavenhagen.

Dass die Weise-Milch GmbH Insolvenz anmelden musste, liegt nun schon 13 Jahre zurück. In einer maroden Stavenhagener Lagerhalle grüßen aber immer noch Flaschen mit diesem Aufdruck. Kakaomilch, Vanillemilch und wahrscheinlich auch viele andere Sorten stehen dort rum. Schon seit dem Jahr 2004, als Klaus Weise die Produkte der Weise-Milch und auch der Mutter Immergut Dauermilch GmbH nicht mehr losgeworden ist. Seitdem gammelten die Flaschen in der Lagerhalle vor sich hin. In diesem Jahr stürzte nun der vordere Teil der Halle ein und präsentiert seitdem ein Chaos. Kisten, Flaschen und Paletten liegen wild durcheinander.

Doch wem die Scheune gehört und wer sie samt der Milchreste beseitigen muss, das ist derzeit nicht bekannt, weder bei der Stadtverwaltung noch beim Landkreis Seenplatte. „Grundstückseigentümer ist eine Gesellschaft, deren Insolvenzverfahren eingestellt und die Gesellschaft aufgelöst wurde“, teilte Kreissprecherin Haidrun Pergande mit. Dabei dürfte es sich um die Immergut Dauermilch GmbH oder um die Weise-Milch GmbH handeln. Die Kreissprecherin informierte weiter, dass zurzeit kein Verantwortlicher für die Liegenschaft zur Verfügung steht.

Der Landkreis hat ein bauordnungsrechtliches Verfahren eingeleitet und das Gebäude mit einem Zaun absperren lassen. Anlieger befürchten, dass die Milchreste zu stinken beginnen. Doch solche Befürchtungen hat der Landkreis nicht. Eine Gefahr für die Umwelt sieht man dort nicht, da keine Schadstoffe erkennbar sind, teilte Heidrun Pergande mit.

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Kommentare (1)

Wie bei uns in Neustrelitz, mit dem Spiegelberg, der Besitzer, wollte was errichten, wo er noch lebte, aber der Bürgermeister, war dagegen, nun tat er die Überraschung