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16 Wohnungen in der Reuterstadt „fliegen“ vom Markt

In der Straße am Wasserturm wird ein weiterer Häuserblock um zwei Etagen verkleinert.   FOTO: Eckhard Kruse

VonEckhard KruseDie Stavenhagener Wohnungsverwaltung stellt sich auf die Zukunft ein. Sie verringert erneut ihren Wohnungsleerstand.Stavenhagen.In der Straße ...

VonEckhard Kruse

Die Stavenhagener Wohnungsverwaltung stellt sich auf die Zukunft ein. Sie verringert erneut ihren Wohnungsleerstand.

Stavenhagen.In der Straße am Wasserturm in Stavenhagen ist es in dieser Woche etwas lauter als sonst. Und staubiger. Denn mit Handarbeit und Kran wird der Wohnblock 18 bis 24 etwas verkleinert. „Um zwei Etagen“, erläutert Roswitha Horn von der städtischen Wohnungsverwaltung. Der Block soll wie die Häuser auf der gegenüberliegenden Straßenseite nur noch drei Etagen haben. 16 Wohnungen verschwinden vom Markt. Sie werden Platte für Platte abgetragen und von den Riesengreifern des Brechbaggers zerkleinert.
Damit wird das Wohnungsunternehmen seinen Leerstand weiter verringern. Der liegt laut Roswitha Horn bei fünf Prozent. Viele der Wohnungen in den beiden Obergeschossen hätten schon leer gestanden. Einige Mieter zogen nur etwas tiefer – in untere Etagen des selben Hauses. „Sie wollen hier wohnen bleiben“, sagte sie. Nun bekommen sie aber die Bauarbeiten in dem Haus mit.
Doch der Abriss wird vermutlich nur eine Woche lang dauern. „Die Firma will zum Ende der Woche fertig sein“, erläuterte Roswitha Horn. Dann werden Bagger und Kran der Firma Hagemann aus Kölpinsee wieder von dannen ziehen. Die Bauarbeiten gehen aber noch weiter. Schließlich muss noch ein Dach auf das Haus. Die Geschäftsführerin geht aber davon aus, dass im August alle Arbeiten beendet sind.
Wann und wo es weitere Rückbauten oder Abrisse geben wird, steht indes nicht fest, so Roswitha Horn. Das hänge von der überarbeiteten Version des Stadtentwicklungskonzeptes ab. Darin müssen unter anderem die Bevölkerungsentwicklung und die Zahl der neu gebauten Häuser mit eingerechnet werden. Mögliche Häuser für Verkleinerungen gibt es noch in der Straße am Wasserturm und am Gülzower Damm.
In der Heinrich-Heine-Straße sei vorerst kein Rückbau geplant. Hier sind vor allem die Zweiraumwohnungen – auch in den oberen Etagen – gefragt. In diesem Jahren wird hier in weiteren Aufgängen ein Zweirohrheizungssystem eingerichtet. Das lasse sich gegenüber dem Einrohrsystem besser regulieren.
Aber auch in der August-Seidel-Straße will die Wohnungsverwaltung bauen. „Sobald die Baugenehmigung da ist.“ Wo einst der Schlecker-Markt war, entstehen vier altersgerechte Wohnungen.

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e.kruse@nordkurier.de