BRIEFMARKEN-AUKTION

161 Jahre alter Brief nach Malchin für 430.000 Euro versteigert

Die Post kam aus Lübeck und war mit fünf ganz besonderen Marken frankiert, die einem Sammler jetzt sehr viel wert sind.
Bei einer Versteigerung in Wiesbaden sind zwei Briefe nach Malchin unter den Hammer gekommen (Symbolbild).
Bei einer Versteigerung in Wiesbaden sind zwei Briefe nach Malchin unter den Hammer gekommen (Symbolbild). © Björn Wylezich - stock.adobe.com
Malchin.

Der Brief ging im Jahr 1859 von Lübeck nach Malchin auf die Reise und war mit fünf ganz besonderen Briefmarken frankiert – mit den ersten Lübecker Briefmarken überhaupt im Nennwert von je einem halben Schilling. Das sei die größte gestempelte Einheit der ersten Markenausgabe der Stadt, teilte das Auktionshaus Heinrich Köhler mit, das den Brief in der vergangenen Woche bei seiner 375. Auktion in Wiesbaden versteigerte. Das Startangebot lag bei 80 000 Euro. Ersteigert habe den historischen Brief dann ein anonymer Bieter für 430.000 Euro, wie das älteste Briefmarken-Auktionshaus Deutschlands mitteilte.

Briefmarken in sehr schöner Farbigkeit

Der Brief sei ungewöhnlich gut erhalten und weise nur einige leichte Aufklebeknitter und zwei minimal getönte Stellen im Randbereich auf, heißt es in der Beschreibung des Auktionshauses. Die Briefmarken hätten eine sehr schöne tiefe frische Farbe. Auf dem sauber aufgesetzten Doppelkreisstempel sei „LUEBECK 8/4“ zu lesen.

Ein zweiter Brief ebenfalls aus dem Jahr 1859 von Lübeck nach Malchin brachte es bei der Auktion immerhin noch auf 18.000 Euro bei einem Startangebot von 8000 Euro. Auf der Rückseite trägt dieser Brief einen Bahnpoststempel mit der Aufschrift „HAGENOW-ROSTOCK“.

Das Auktionshaus hatte Teile der Briefmarkensammlung des ehemaligen Tengelmann-Chefs Erivan Haub versteigert.

 

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