Familientragödie

70.000 Euro auf dem Spendenkonto für die Ivenacker Waisenkinder

Das Schicksal der beiden Ivenacker Kinder, die vor dem Fest ihre Eltern verloren haben, berührt die Menschen noch immer. Die Spendensumme erreichte ungeahnte Höhen.
Eckhard Kruse Eckhard Kruse
Der Aufruf des Ivenacker Bürgermeisters, die beiden Waisen und deren Großeltern zu unterstützen, stieß auf ein großes Echo.
Der Aufruf des Ivenacker Bürgermeisters, die beiden Waisen und deren Großeltern zu unterstützen, stieß auf ein großes Echo. Eckhard Kruse
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Ivenack.

Als der Ivenacker Bürgermeister Stefan Guzu nach den Festtagen auf das Spendenkonto für die beiden Waisenkinder im Dorf schaute, fehlten ihm die Worte. „Es sind etwa 70.000 Euro”, sagte er am Donnerstagvormittag. Das ist weit mehr, als er gedacht hatte.

Als Stefan Guzu die Spendenaktion für die acht und 13 Jahre alten Kinder kurz vor Weihnachten ins Leben rief, hatte er mit maximal 2000 oder 5000 Euro gerechnet. Doch das Schicksal der beiden Kinder, die kurz vor dem Fest ihre Eltern bei einem schweren Verkehrsunfall verloren und nun ohne Mutter und Vater auskommen müssen, berührte und berührt offenbar viele Menschen.

Geld vom Nordkurier-Leserhilfswerk

Die Summe wuchs binnen weniger Tage auf 2000 Euro und dann auf 16.000 Euro an. Immer mehr Spender öffneten ihre Portemonnaies. Euronics Nehls Neubrandenburg erfüllte den Kindern sogar den sehnlichen Weihnachtswunsch nach zwei Tablets, wusste Guzu. Das Leserhilfswerk des Nordkurier wird die Kinder und deren Großeltern mit 2000 Euro beim Hausumbau unterstützen.

Es gibt aber auch Hilfsangebote anderer Art. So habe ein Hansa-Fanclub angeboten, die Kinder einmal mit zu einem Hansa-Spiel zu nehmen, informierte der Bürgermeister. Der MC Bergring Teterow lud den Achtjährigen und die 13-Jährige zu einem Bergringrennen ein.

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