NEUES GLEISBETT AM BAHNHOF

Ab dem Wochenende rollen wieder Züge durch Malchin

Der Malchiner Bahnhofsumbau ist auf der Zielgeraden. Die Einschränkungen für Bahnreisende zwischen Neubrandenburg und Güstrow haben damit bald ein Ende.
Mit einem Zug kam am Dienstag Schotter ins neue Gleisbett vom Pisedeer Damm bis zum Bahnübergang zu Malchins Tourismushaf
Mit einem Zug kam am Dienstag Schotter ins neue Gleisbett vom Pisedeer Damm bis zum Bahnübergang zu Malchins Tourismushafen Koesters Eck. Kirsten Gehrke
Das neue Gleis in Malchin liegt, die Arbeiten gehen in den Endspurt. Zum Wochenende sollen wieder normal hier Züge rollen
Das neue Gleis in Malchin liegt, die Arbeiten gehen in den Endspurt. Zum Wochenende sollen wieder normal hier Züge rollen. Kirsten Gehrke
Wie es auf jeder Baustelle vorgeschrieben ist, muss vom Aushub eine Probe genommen werden, ob Schadstoffe enthalten sind. Erst
Wie es auf jeder Baustelle vorgeschrieben ist, muss vom Aushub eine Probe genommen werden, ob Schadstoffe enthalten sind. Erst dann kann der Sand entsprechend umweltgerecht entsorgt werden. Kirsten Gehrke
Die alten Schwellen kommen bald weg, damit der Blick zu Koesters Eck wieder frei ist.
Die alten Schwellen kommen bald weg, damit der Blick zu Koesters Eck wieder frei ist. Kirsten Gehrke
Malchin.

Mittwochmittag will Ingenieur Eduard Kliegel das neue Gleis am Bahnhof Malchin abnehmen. Doch erst einmal hat er sich einen Tag vorher über den Stand der Arbeiten einen Überblick verschafft und lief die Strecke zwischen den Bahnübergängen zu Koesters Eck bis Pisedeer Damm ab. Die alten Gleise sind abgerissen, ebenso der stillgelegte Bahnsteig. Inzwischen sind hier neue Schwellen und Schienen verlegt.

Die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt der Strecke Neubrandenburg-Güstrow gehen damit fürs Erste in den Endspurt. Denn zum Wochenende sollen hier wieder Regionalzüge rollen. Bis dahin müssen aber noch die letzten Teile an dem Gleis angebaut werden. In der Nacht sei auch mit dem Bau der Schrankenanlagen begonnen worden. Und es müssen noch Platten an den Bahnübergängen eingebaut werden, damit Autos diese wieder passieren können.

Nur noch ein durchgehendes Hauptgleis

Wenn die Züge wieder fahren, soll parallel ein Ausweichgleis gebaut werden, hinter einer festen Absperrung. Zudem müsse mit einem Bagger der abgerissene Schutt weggeräumt werden. Unterdessen sind beim Abriss alle Anschlüsse sowie Weichen entfernt worden, sodass es nur noch ein durchgehendes Hauptgleis gibt. Damit sei Malchin auch kein Kreuzbahnhof mehr – das heißt, entgegenkommende Züge können hier nicht mehr aufeinander warten. „Gekreuzt“ werde in Stavenhagen und Teterow.

Auch der Anschluss zum Industriehafen ist vorerst gekappt. Der Futtermittel- und Getreidehändler Ceravis AG ist vom Gleisnetz getrennt worden, aber nur bis Herbst. Dann soll eine fabrikneue Weiche geliefert und das Unternehmen wieder angeschlossen werden, erklärte Projektleiter Ralf Fiedler von der Bahn Netz AG. Das sei im Moment nicht möglich, weil das elektronische Stellwerk noch nicht steht. „Wir sind interessiert, unsere Kunden zu halten“, meinte er. „Wir hätten noch gern mehr Anschließer.“ Es wäre schön, wenn sich noch andere Firmen des Industriegeländes ans Netz anschließen lassen würden. Unterdessen soll das neue Stellwerk im Sommer angeliefert werden, zuvor seien noch Kabelarbeiten nötig. Das Ausweichgleis am Bahnhof soll indes dazu dienen, um Züge umleiten zu können, falls es mal eine Havarie gebe.

Im Herbst müsse die Strecke noch einmal voll gesperrt werden, wenn das elektronische Stellwerk angeschlossen wird. Künftig werde der Zugverkehr in Malchin von Burg Stargard aus gesteuert.

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