TIERSCHUTZ

Abgemagerter Kater hat überlebt

Fast hätte es Kater Mogli nicht geschafft. Mit drei Wochen wurde er ausgesetzt. Helfer des Tierschutzvereins Demmin päppelten ihn auf. Nun braucht er ein nettes Zuhause.
Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Kater Mogli kann nur eingeschränkt sehen und hören. Mit der Flasche wurde der Kleine aufgepäppelt und sucht jetzt ein liebes Zuhause. Foto: Kirsten Gehrke
Kater Mogli kann nur eingeschränkt sehen und hören. Mit der Flasche wurde der Kleine aufgepäppelt und sucht jetzt ein liebes Zuhause. Foto: Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Kater Mogli hat sich erholt und ist ein fröhlicher Kater. Foto: Kirsten Gehrke
Kater Mogli hat sich erholt und ist ein fröhlicher Kater. Foto: Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Foto: Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Foto: Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Die Tierschützer hoffen, für ihn ein schönes Zuhause zu finden. Foto: Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Die Tierschützer hoffen, für ihn ein schönes Zuhause zu finden. Foto: Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Die Tierschützer hoffen, für ihn ein schönes Zuhause zu finden. Foto: Kirsten Gehrke
Beim Spielen merkt man dem Kater seine Behinderung nicht an. Die Tierschützer hoffen, für ihn ein schönes Zuhause zu finden. Foto: Kirsten Gehrke Kirsten Gehrke
Stavenhagen.

Der kleine Mogli spielt vergnügt mit Ball und Feder, wälzt sich dabei und findet auch Papier interessant. Freundlich begrüßt er Hündin Sara. Es ist fast ein Wunder, dass es dem schwarzen Kater mit weißen Pfoten so gut geht. Der kleine Kerl hatte nämlich keinen guten Start ins Leben. Dehydriert, dünn und abgemagert, fast verhungert war er im Hochsommer in einer Gartenanlage auf Stuterhof in Demmin gefunden worden, einfach abgelegt und seinem Schicksal überlassen, wie weitere drei Geschwister auch. Eine Frau hatte die damals drei Wochen alten Kätzchen schreien gehört und den Tierschutzverein verständigt. Das war die Rettung. 

Die Tiere kamen im Juli in eine Pflegestelle bei Stavenhagen und wurden dort mit der Flasche aufgezogen. Alle zwei Stunden erhielten sie angerührtes Milchpulver, nach sechs Wochen auch Nassfutter, Hühnerbrühe und Fencheltee. Die ersten drei bis vier Wochen waren hart für die Frauen in der Pflegestelle, weil sie kaum geschlafen haben. Doch alle vier Kätzchen haben es geschafft, wurden hochgepäppelt. Sie sind jetzt etwa 15 Wochen alt und können vermittelt werden.

Eingeschränktes Sehvermögen

Drei der Geschwister sind gesund und inzwischen in einer Pflegestelle in Neubrandenburg. Mogli dagegen musste häufiger zum Tierarzt, brauchte viele Vitaminspritzen, war der Schwächste. Er wurde aus der Gruppe herausgenommen, weil er lieber allein spielte und gern für sich war. Und dann hat der kleine Kerl noch ein Handicap. Die Helferinnen auf der Pflegestelle hatten gemerkt, dass Mogli beim Spielen immer wieder gegen Hindernisse stieß, Abstände nicht gut einschätzen konnte. Ein Augenspezialist habe festgestellt, dass seine Augäpfel zu klein sind und er dadurch nur eingeschränkt sehen kann. Hinzu komme, dass der Kater schlecht hören kann und verlangsamt reagiert. Er braucht ein Zuhause mit gesichertem Freigang. Denn der Kleine liebt es, nach draußen zu gehen. Weil er aber schlecht sieht und hört, könne er auf Autos oder fremde Hunde nicht reagieren.

Keine Kuschelkatze

Mogli mag Katzen und Hunde und tobt mit ihnen. Eine Kuschelkatze sei er aber nicht, springe nicht auf den Schoß und schnurre auch nicht, berichten die Pfleger. Er wolle lieber sein eigenes Ding machen. Kurze Streicheleinheiten lasse er aber zu. Er sei ein fröhlicher Stubentiger.

Jetzt sucht der Tierschutzverein Demmin liebe Menschen, die mit Moglis Behinderung umgehen können. Der Kater werde entwurmt, geimpft, gechipt und mit Kastrationsgutschein abgegeben, gern mit einem seiner Geschwister. Mogli sei stubenrein. Es wäre schön, wenn er ein schönes Zuhause bekommen würde, meint eine Helferin. „Das wünschen wir ihm.”

Wer Mogli eine Chance geben möchte, meldet sich im Tierheim bitte unter: 0171 6014164

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