FÖRDERUNG FÜR DACH ABGELEHNT

Alles wieder auf Anfang für Malchins Badewasser-Heizung?

Nachdem sich der Seenplatten-Kreis nicht für die Förderung eines Peenebad-Daches erwärmen konnte, sucht man im Malchiner Rathaus schon nach neuen technischen Möglichkeiten.
Torsten Bengelsdorf Torsten Bengelsdorf
Im Malchiner Peenebad ist die Saison gelaufen, doch auch mit der diesjährigen Schließung des Freibades ist weiterhi
Im Malchiner Peenebad ist die Saison gelaufen, doch auch mit der diesjährigen Schließung des Freibades ist weiterhin unklar, ob und wie das Badewasser künftig erwärmt werden kann. (Archivbild) Torsten Bengelsdorf
Malchin.

Ganz so groß wie im Vorjahr ist der Andrang diesmal nicht gewesen. Das Malchiner Peenebad hat die Saison am Sonntag mit exakt 27.169 Besuchern beendet. Das sind etwa 1300 weniger als 2018. Der scheidende Freibad-Chef Holger Andrys ist dennoch zufrieden mit dem letzten Sommer, für den er im Peenebad Verantwortung trug: „Es kann immer mehr sein, aber diese Zahl ist schon in Ordnung.“

Mit seinem Abschied aus dem Stadtbad stellt sich jetzt aber nicht nur die Frage, wie es hier nun personell weitergehen soll. Auch für die seit Jahren diskutierte Badewasser-Erwärmung scheint zum Ende der 2019er Bade-Saison nun alles wieder auf Anfang zu stehen. Nachdem der Hauptausschuss des Seenplatten-Landkreises einem Förderantrag über 150.000 Euro in der vergangenen Woche eine Absage erteilt hatte, wird sich das nach neuesten Schätzungen 1,45 Millionen Euro teure Schiebedach für Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken wohl kaum noch finanzieren lassen.

Mehr als eine Million darf es nicht kosten

Ganz aufgegeben hat man im Rathaus die Dachvariante zwar noch nicht, immerhin könnte die Ausschreibung der Dachkonstruktion auch noch ein günstigeres Angebot bringen. Dennoch kündigt Bürgermeister Axel Müller (CDU) schon einmal an: „Wir überlegen jetzt, ob es noch andere technische Möglichkeiten für eine Badewasser-Erwärmung gibt.“ Die bisher anvisierten Gesamtkosten in Höhe von 880.000 Euro sollen dafür jetzt offenbar der Grenzwert sein. Teurer dürfte es dann nicht werden, weil auch Teile der Stadtvertretung bereits signalisiert hatten, eine mehr als eine Million Euro kostende Variante nicht mittragen zu wollen.

Allerdings hat Malchin für den Bau des Schiebedaches bereits eine Förderzusage vom Bund in Höhe von 792.000 Euro erhalten. Ob das Geld auch für eine andere Version der Badewasser-Heizung zur Verfügung steht, ist noch ungewiss, sodass mittlerweile auch nicht mehr ausgeschlossen wird, dass Malchin die Fördersumme gar nicht mehr annehmen kann.

Fast 7000 Euro Spenden futsch

Welche neue Variante für wärmeres Badewasser jetzt infrage kommt, ist unklar. Die Stadt hatte sich vor einigen Jahren bereits mit Solar-Kollektoren beschäftigt und dafür laut Bürgermeister Müller 7306 Euro an Planungskosten ausgegeben. Davon waren 6950 Euro Spendengelder, die die Stadt für ihre Heizungspläne eingesammelt hatte. Allerdings hatte sich dann herausgestellt, dass die Solar-Module wohl kaum den gewünschten Effekt bringen würden.

 

 

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