Höhere Steuern

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Alt Sührkow hebt die Steuern auf Grundstücke und Gewerbe an

Erster Schritt bei Konsolidierung des defizitären Etats erbringt 2000 Euro.

Die Grundstückseigner in der Gemeinde Alt Sührkow müssen künftig höhere Steuern zahlen. Auf ihrer jüngsten Sitzung beschloss die Gemeindevertretung eine Anhebung der Steuersätze für die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer. Dieser Beschluss kam erst im zweiten Anlauf zustande. Als Bürgermeister Rainer Mucke die erste Vorlage dazu Anfang Juni einbrachte, wurde das Ansinnen von den Gemeindevertretern einhellig abgeschmettert. Gegen dieses Votum legte Mucke kraft seines Amtes Widerspruch ein. „Es steht immerhin viel auf dem Spiel. Wir haben derzeit keinen ausgeglichenen Haushalt. Ohne ein Konsolidierungskonzept, Teil dessen die Anpassung der Steuern ist, hätten wir jeden Anspruch auf Fördermittel verloren“, erläutert das Gemeindeoberhaupt den Hintergrund.

Und die öffentlichen Mittel, die derzeit im Zuge eines Bodenordnungsverfahrens in die Gemeinde fließen, sind ganz erheblich. So werden allein 13 Straßen in Alt Sührkow und den umliegenden Dörfern erneuert. Den laufenden Investitionen ist letztlich auch das Defizit in der Gemeindekasse geschuldet. Bürgermeister Rainer Mucke hält sich da sehr bedeckt. Fakt ist jedoch, dass die Gemeinde kräftig in die Kasse langte, um für die hochgradig geförderten Bauvorhaben den geforderten Eigenanteil beizusteuern. Dass die Kommunalaufsicht intervenieren würde, nahmen die Sührkower offenbar in Kauf.Irgendwie muss in den nächsten Jahren nun der Haushalt wieder in die Balance gebracht werden. Ein erster Schritt ist die Anhebung der Steuern auf das Niveau des Landesdurchschnitts. Wenngleich darüber heiß diskutiert wurde, macht die Mehreinnahme für die Gemeindekasse letztlich etwa 2000 Euro im Jahr aus, ist aus der Amtsverwaltung zu erfahren.