KATZENHAUS NEUKALEN

Angler findet neun Kätzchen unter der Motorhaube

Das Katzenhaus in Neukalen wird immer voller. 25 Kitten sind derzeit dort einquartiert, zudem sieben Katzenbabys auf Pflegestellen. Der letzte Neuzugang kam aus Dargun. Der Fundort war ungewöhnlich.
Diese neun Kitten sind im Motorraum eines Pkw in Dargun entdeckt worden. Vermutlich hatte die Katzenmutter hier ein warmes Pl&
Diese neun Kitten sind im Motorraum eines Pkw in Dargun entdeckt worden. Vermutlich hatte die Katzenmutter hier ein warmes Plätzchen für ihre Kleinen gesucht. Tierschutzverein Demmin
Neukalen.

Eigentlich wollte ein Pentzer nach dem Angeln am Darguner Kanal nach Hause fahren. Doch als er am Montagmorgen seinen Motor starten wollte, merkte er, wie eine Katze aus dem Radkasten des Auto gesprungen war. Dann hörte er ein lautes Jaulen und jämmerliches Schreien. Unter der Motorhaube fand er verteilt neun Kitten, circa sechs bis sieben Wochen alt. Die schauten ihn ängstlich mit ihren Knopfaugen an. Vermutlich hat die Mutterkatze panisch ihre Jungen zurückgelassen. So kamen die grau-weißen und tricolorfarbenen Kätzchen ins Katzenhaus nach Neukalen.

Versteck gar nicht so selten

Dass sich Katzen in Autos verstecken, sei gar nicht so selten, weiß Monique Stahr-Kohls, Mitarbeiterin im Katzenhaus. Jetzt werden die Tage wieder kälter, die Tiere seien auf der Suche nach einem warmen Plätzchen. Deshalb nehme sie auch an, dass die Katzenmutter ihre Jungen einzeln im Maul ins Fahrzeug geschleppt hat, als der Angler das Auto abgestellt hatte. Dachte wohl, ein schönes Zuhause für den Nachwuchs gefunden zu haben. Immer öfter kämen solche Fälle vor. Erst zuletzt habe ein Besucher auf dem Parkplatz eines Badestrandes bei Stavenhagen das Jaulen einer Katze zwischen Radkappe und Tankdeckel bemerkt. Doch habe er das Tier nicht aus dem Zwischenraum heraus bekommen können und einen Zettel an die Türscheibe geklemmt, dass der Autobesitzer bitte nicht losfahren soll. Das Kätzchen sei dann noch gerettet worden.

Katzen sind keine Nager

Katzen würden anders als der Marder am Auto aber keinen Schaden anrichten. „Sie haben kein Bedürfnis, am Kabel zu kauen. Sie sind keine Nager”, so Stahl-Kohls. Viele Samtpfötchen wissen einfach nicht wohin. In Neubauvierteln würde es schon helfen, wenn Thermoboxen mit einem Loch aufgestellt werden, wo sich die Tiere bei Kälte verkriechen können. „Jetzt sitzen Katzen auch wieder gern auf Motorhauben”, sagt die Tierschützerin.

Im Katzenhaus sind neben fünf erwachsenen Tieren derzeit 25 Kitten untergebracht, zudem 7 auf Pflegestellen. Auch für die neun Zugänge aus Dargun werde ein schönes Zuhause gesucht, wenn sie vermittelt werden können. Eine Bitte hat die Tierschützerin noch. Wer Katzenbabys entdeckt, sollte erst anrufen, bevor er die Tiere gleich ins Katzenhaus bringt. Es sei immer gut, abzuwarten, ob die Mutter noch in der Nähe ist. Im Darguner Fall sei es Glück, dass die Kätzchen alt genug sind, um allein zu fressen. Manche müssten jedoch mit der Flasche aufgezogen werden. Die Mutter suche ihre Jungen vielleicht auch. Wer einem Stubentiger ein Zuhause geben möchte, kann sich im Katzenhaus des Tierschutzvereins Demmin an der Ziegelei in Neukalen melden, Telefon: 0152 52 10 17 73.

 

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